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Roundup 2: Depfa bestätigt nach Rekordquartal Prognose - Aktie verliert

Der Staatsfinanzierer Depfa hat nach einem Rekordquartal die im August erhöhte Prognose für 2004 bestätigt. "Die Depfa ist klar auf Kurs, den Gewinn im laufenden Jahr auf 450 (Vorjahr: 370) Mill. Euro zu steigern", sagte Depfa-Chef Gerhard Bruckermann am Mittwoch in Frankfurt.

dpa-afx FRANKFURT/DUBLIN. Der Staatsfinanzierer Depfa hat nach einem Rekordquartal die im August erhöhte Prognose für 2004 bestätigt. "Die Depfa ist klar auf Kurs, den Gewinn im laufenden Jahr auf 450 (Vorjahr: 370) Mill. Euro zu steigern", sagte Depfa-Chef Gerhard Bruckermann am Mittwoch in Frankfurt.

Analysten gehen davon aus, dass die in Dublin beheimatete Depfa dieses Ziel leicht erreichen wird. Zwischen Juli und September übertraf das auf die Finanzierung der öffentlichen Hand spezialisierte Institut wie schon bei der Vorlage der Halbjahreszahlen die Erwartungen.

Höhere Dividende

Bruckermann kündigte außerdem eine Erhöhung der Dividende an. Da sich die Depfa als Wachstumswert sehe, werde die Ausschüttungsquote von knapp zwölf Prozent für 2003 allerdings zurückgehen. Für 2003 hatte die Depfa eine um den Aktiensplit im Mai 2004 bereinigte Dividende von 0,12 Euro je Aktie bezahlt.

Neuigkeiten zum Zeitplan des im August verschobenen Verkaufs der Pfandbriefbank gab es am Mittwoch indes nicht. Der Kurs der im MDax notierten Aktie gab bis zum frühen Nachmittag 1,5 Prozent ab. Das Papier hatte sich seit dem Jahrestief im August in den vergangenen Wochen um bis zu 20 Prozent verteuert.

Zinsüberschuss Stieg IM Rahmen DER Erwartungen

Im dritten Quartal stieg der Überschuss um 39 Prozent auf 129 Mill. Euro und fiel damit vor allem wegen der Veräußerung von Vermögensgegenständen besser als erwartet aus. Die Erträge der Bank wuchsen in den drei Monaten bis September um 15 Prozent auf 200 Mill. Euro. Hier überraschte vor allem der Anstieg des Ertrags aus Veräußerungen von staatlichen Vermögensgegenständen. Die damit gemeinte Weiterplatzierung von Staatsfinanzierungen stieg unerwartet von 35 Mill. Euro auf 73 Mill. Euro. Die Depfa will mit den Veräußerung ihr Staatsfinanzierungsportfolio optimieren und Risiken aus riskanten Staatsanleihen verringern.

Mit dem erweiterten Zinsüberschuss fiel dagegen die wichtigste operative Kenngröße im Rahmen der Erwartungen aus. Die Aufwendungen stiegen wegen der erweiterten Produktpalette sowie der Expansion in den USA stärker als die Erträge. Das Verhältnis Kosten zu Erträgen sei von 16 auf 21 Prozent gestiegen. Die Nettorendite des eingesetzten Kapitals betrug den Depfa-Angaben zufolge 30,9 Prozent nach 29,6 Prozent im Vorjahr - das Spezialinstitut mit seinen 413 Mitarbeitern bleibt damit eine der profitabelsten Banken Europas.

Analysten Bleiben Optimistisch

Analysten bewerteten die vorgelegten Zahlen der Depfa positiv. "Die Depfa ist weiter in der Lage, Neugeschäft zu generieren und die Zinsmarge steigt weiter an, auch wenn sich das Wachstum verlangsamt hat", heißt es in einer Studie von Hsbc Trinkaus & Burkhardt. Die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) bestätigte die Kaufempfehlung für die Aktie. Die Experten der DrKW werden wahrscheinlich ihre Gewinnschätzung für die Bank anheben. Merck Finck & Co.-Analyst Konrad Becker geht davon aus, dass die Bank ihre bestätigte Prognose deutlich übertreffen wird.

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