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Roundup 2: Deutsche Autohersteller schwach in USA; Daimler-Chrysler legt zu

Für die deutschen Autohersteller hat der November auf dem US-Markt mit Ausnahme von Daimler-Chrysler Rückschläge gebracht. Insgesamt fiel der US-Absatz aller in- und ausländischen Anbieter im November um knapp fünf Prozent auf rund 1,2 Mill. Autos.

dpa-afx DETROIT. Für die deutschen Autohersteller hat der November auf dem US-Markt mit Ausnahme von Daimler-Chrysler Rückschläge gebracht. Insgesamt fiel der US-Absatz aller in- und ausländischen Anbieter im November um knapp fünf Prozent auf rund 1,2 Mill. Autos. Das geht aus den am Mittwoch (Ortszeit) vorgelegten Absatzzahlen hervor.

Während die zu Daimler-Chrysler gehörende Chrysler Group ihren Absatz steigern konnte, mussten die US-Konkurrenten General Motors (GM) und Ford Motor starke Absatzeinbußen hinnehmen. Die meisten asiatischen Autokonzerne legten weiter kräftig zu. Der schwache Dollar wird den europäischen und asiatischen Autoexporteuren im kommenden Jahr nach Ansicht amerikanischer Autoexperten auf dem US-Markt stark zu schaffen machen.

Volkswagen Besonders Schlecht

Unter den deutschen Herstellern schnitt der Wolfsburger Volkswagen-Konzern besonders schlecht ab, der im Vergleich zum November 2003 einen Absatzeinbruch von rund 40 Prozent verbuchte. Insgesamt seien 17 224 Fahrzeuge verkauft worden, teilte Volkswagen of America mit. Im Vorjahresmonat seien es noch 28 957 Fahrzeuge gewesen.

Von Januar bis November 2004 liege der Absatz bei 234 642 Neuwagen und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (284 656). Die Wolfsburger bekommen seit Monaten die Schwäche ihrer Modellpalette zu spüren. Eine Trendwende soll im neuen Jahr mit den Nachfolgemodellen von Bora/Jetta und Passat eingeleitet werden.

Mercedes-Benz - BMW

Die Mercedes-Benz USA, die für den amerikanischen Mercedes-Verkauf zuständig ist, lieferte im Berichtsabschnitt 18 832 Autos aus oder 3,4 Prozent mehr als im November 2003. Sie verkaufte seit Jahresanfang 194 714 Autos, minus 1,1 Prozent.

BMW brachte im November einschließlich Mini im amerikanischen Markt 24 095 Autos unter, vier Prozent weniger als im Vorjahr. Der Absatz von BMW-PKW brach um 29 Prozent auf 12 796 Stück ein. Der Verkauf der BMW-Geländewagen schoss hingegen dank des X3 um 103 Prozent auf 7 936 Stück in die Höhe. Der Mini-Absatz erhöhte sich im Berichtsmonat um 5,3 Prozent auf 3 363 Stück. Seit Jahresbeginn wurden 266 819 Autos in den USA verkauft, plus 5,9 Prozent.

Audi - Porsche

Die Audi of America lieferte im Berichtsmonat 6 879 Autos aus oder 3,2 Prozent weniger als im November 2003. Audi hat in den ersten elf Monaten dieses Jahres im amerikanischen Markt 70 267 Autos verkauft, minus 9,1 Prozent. Der A6 legte im November kräftig zu, während es bei den anderen Modellen Rückschläge gab.

Bei Porsche Cars North America sanken im November die Verkäufe um fünf Prozent auf 2 425 Autos. Porsche hat seit Jahresbeginn in den USA insgesamt 28 776 Sportwagen und Cayenne-Geländewagen ausgeliefert gehabt, plus zwölf Prozent.

Chrysler Group - General Motors

Die zu Daimler-Chrysler gehörende Chrysler Group konnte dank herausragender Absatzresultate für die bullige Chrysler-300-Limousine sowie die Minivans im November gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um neun Prozent auf 157 212 Autos zulegen. "Der Chrysler 300 hat sich seit seiner Einführung von selbst verkauft", freute sich Chrysler-Verkaufschef Gary Dilts. Dies half auch beim Absatz anderer Chrysler-Modelle. Der Elfmonats-Absatz stieg um drei Prozent auf zwei Mill. Autos.

Der November-Absatz von General Motors schrumpfte im heimischen Markt wegen stark reduzierter Verkaufsrabatte gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 12,8 Prozent auf 303 891 Autos. Ford verkaufte im November in den USA unter Einschluss von Volvo und Land Rover 236 855 Autos oder sieben Prozent weniger als im November 2003.

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