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Roundup 2: Deutsche Telekom will 2004 Gewinn verdoppeln - Dividende

Die Deutsche Telekom will nach einem Ergebnisplus im zweiten Quartal ihren Überschuss im laufenden Geschäftsjahr verdoppeln. "Das würde uns dann die Möglichkeit geben, die Aktionäre mit einer attraktiven Dividende an der Ertragskraft der Deutschen Telekom zu beteiligen", sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Bonn. Im abgelaufenen Quartal konnte der Branchenprimus vor allem von dem starken Mobilfunk- und Internetgeschäft profitieren und die Erwartungen der Analysten zum Teil übertreffen. Die Aktie legte bis zum Mittag in weinem behautpteten Gesamtmarkt um 1,87 % auf 13,60 € zu.

dpa-afx BONN. Die Deutsche Telekom will nach einem Ergebnisplus im zweiten Quartal ihren Überschuss im laufenden Geschäftsjahr verdoppeln. "Das würde uns dann die Möglichkeit geben, die Aktionäre mit einer attraktiven Dividende an der Ertragskraft der Deutschen Telekom zu beteiligen", sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Bonn. Im abgelaufenen Quartal konnte der Branchenprimus vor allem von dem starken Mobilfunk- und Internetgeschäft profitieren und die Erwartungen der Analysten zum Teil übertreffen. Die Aktie legte bis zum Mittag in weinem behautpteten Gesamtmarkt um 1,87 % auf 13,60 ? zu.

Bei der geplanten Dividende werde sich die Telekom ihren europäischen Wettbewerbern orientieren, sagte Ricke, ohne eine konkrete Höhe zu nennen. Im November bei Vorlage der Daten für das dritte Quartal könne er voraussichtlich mehr dazu sagen. Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte aber, dass eine "attraktive" Ausschüttung geplant sei. Die Aktionäre der Telekom waren in den vergangene beiden Jahren leer ausgegangen, was zu heftigen Protesten auf der diesjährigen Hauptversammlung geführt hatte.

Überschuss VON 2,5 MRD Euro Erwartet - Ebitda-Prognose Bestätigt

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Telekom mit einem Überschuss von mindestens 2,5 Mrd. ?, was eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr darstellen würde. Bislang hatte das Unternehmen keine Zielgröße genannt. Beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erwartet das Unternehmen weiterhin eine Steigerung auf mindestens 19,2 (Vorjahr: 18,3) Mrd. ?. Wegen der schwachen Konjunktur in Deutschland wolle er die Erwartung nicht anheben, sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eck. Die Prognose für den freien Kapitalfluss erhöhte der Konzern um eine Milliarde Euro auf sieben Mrd. ?.

Kräftig zulegen soll vor allem die US-Mobilfunktochter, die im zweiten Quartal erstmals in ihrer Geschichte einen Überschuss erwirtschaftete. Bis zum Jahresende soll T USA-Mobile ihre Nutzerzahl auf 17 Mill. steigern. Bislang lag die Erwartung bei 16 Millionen. "Das ist ein Zuwachs innerhalb Jahresfrist von rund vier Millionen Kunden", sagte Ricke. Die Telekom erhöhte zugleich ihre Erwartung für das DSL-Geschäft in Deutschland von fünf auf 5,6 Millionen Kunden bis Ende 2004. Darin eingerechnet seien auch neue Kunden, die über Resale-Verträge gewonnen würden, sagte Ricke.

Im zweiten Quartal profitierte die Telekom von dem starken Abschneiden der Mobilfunksparte. Der Ebitda-Gewinn kletterte auf 4,783 (Vorjahr: 4,598) Mrd. ? und der Umsatz auf 14,412 (13,593) Mrd. ?. Der Überschuss stieg von 256 Mill. ? auf 1,655 Mrd. ?. Die Verschuldung sank zum Teil durch Beteiligungsverkäufe auf 43,3 Mrd. ?. Auf Jahressicht reduzierten sich damit die Verbindlichkeiten um knapp zehn Mrd. ?. Für den weiteren Jahresverlauf stellte Finanzchef Eick einen weiteren deutlich Abbau in Aussicht.

Erwartung Übertroffen

Mit ihren Quartalszahlen übertrafen die Bonner bei Umsatz und Gewinn die Prognose der Analysten. Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebitda-Gewinn von 4,76 Mrd. ? gerechnet. Den Umsatz sahen sie bei 14,21 Mrd. ? und den Überschuss bei 485 Mill. ?.

Die Zahlen lägen bis auf den Überschuss, der deutlich über den Erwartungen ausgefallen sei, im Rahmen der Prognosen, sagte Udo Becker, Analyst bei Merck Finck & Co. Die geplante Gewinnverdoppelung im Gesamtjahr entspreche seiner Schätzung. Die US-Investmentbank Merrill Lynch bestätigte ihre Kaufempfehlung. Mit einem angepeilten Gewinn von 2,5 Milliarde Euro liege das Ziel über ihrer Erwartung von 1,7 Mrd. ?, meinte Merrill-Lynch-Expertin Laura Mills.

Vodafone Hängt T-Mobile IM Neukundengeschäft AB

Trotz kräftiger Zuwächse blieb T-Mobile in Deutschland hinter seinem schärfsten Konkurrenten, der britischen Vodafone, zurück. Mit einem Kundenzuwachs von 378 000 auf insgesamt 27,1 Mill. konnte die Telekom zwar ihre Spitzenposition verteidigen. Vodafone gewann in dem Zeitraum allerdings 462 000 Neukunden und hatte zur Jahresmitte in Deutschland 25,5 Millionen Menschen unter Vertrag. Der harte Wettbewerb belastete die Ebitda-Marge, die erneut unter 40 % lag. T USA-Mobile verbuchte ein Plus von 1,1 Millionen Kunden auf 15,4 Millionen. Dies sei das dritte Quartal in Folge mit einem Kundenwachstum von einer Million, sagte T USA-Chef-Mobile Robert Dotson.

Nicht zuletzt wegen der positiven Entwicklung in den Vereinigten Staaten verbesserte T-Mobile das Ebitda auf 1,93 (1,74) Mrd. ? und den Umsatz auf 6,24 (5,56) Mrd. ?. Die Erlöse der US-Tochter hätte erstmals über denen von T Deutschland-Mobile gelegen, sagte Eick.

Der Umsatz im Festnetzgeschäft fiel auf 6,88 (7,15) Mrd. ?, das Ebitda stieg auf 2,59 (2,55) Mrd. ?. Den Umsatzrückgang bei T-Com konnte das Unternehmen damit auf 3,8 % eindämmen. Im ersten Quartal lag er noch bei fast 7 %. Die Sparten übertrafen damit durchweg die Prognosen der von dpa-AFX befragten Analysten.

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