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Roundup 2: Eon erhöht nach Ergebnisverbesserung Gewinnprognose für 2004

Der Energieversorger Eon hat nach einer deutlichen Verbesserung seines Ergebnisses in den ersten neun Monaten die Gewinnprognose für 2004 angehoben.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Energieversorger Eon hat nach einer deutlichen Verbesserung seines Ergebnisses in den ersten neun Monaten die Gewinnprognose für 2004 angehoben. "Obwohl Buchgewinne auf dem Niveau des Vorjahres nicht anfallen werden, geht Eon beim Konzernüberschuss nunmehr davon aus, das hohe Niveau des Vorjahres erreichen zu können", teilte der Konzern am Donnerstag in Düsseldorf mit.

Die Anhebung begründete Eon mit positive Effekten aus der Marktbewertung von Energiederivaten, die der Absicherung des operativen Geschäfts gegen Preisschwankungen dienen. Bislang hatte der Konzern einen Gewinnrückgang erwartet. Eon-Vorstandschef Wulf Bernotat bestätigte die Prognose für den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit), der im zweistelligen Prozentbereich zulegen soll. Anders als Konkurrent RWE rechnet er nicht mit einer Beeinträchtigung der Prognose durch eine Regulierung des deutschen Strom- und Gasmarktes.

Dividende

Im vergangenen Jahr hatte Eon, unter anderem bedingt durch Buchgewinne aus Beteiligungsverkäufen, einen Konzernüberschuss von 4,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Hiervon profitierten auch die Aktionäre, die mit einer Dividende von 2,00 Euro je Aktie bedacht wurden. In den vergangenen fünf Jahren hatte Eon die Ausschüttung kontinuierlich von 1,25 Euro (1999) auf 2,00 Euro erhöht.

Keine Angaben machte Bernotat zur Dividende für das laufende Geschäftsjahr. Eine Anhebung oder einen Rückkauf eigener Aktien schloss er nicht aus. "Wir schließen keines dieser Instrumente als Möglichkeit aus, unseren Aktionären eine höhere Rendite zu verschaffen", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Prognose Übertroffen

In den Monaten Januar bis September verzeichnete der größte Stromkonzern Deutschlands ein deutliches Ergebniswachstum, das über den Erwartungen der Experten lag. Das Ebit erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 5,530 (Vorjahr:4,645) Mrd. Euro und der Umsatz kletterte vor allem wegen deutlicher Zuwächse im deutschen Stromgeschäft und Unternehmens-Zukäufe auf 35,359 (33,351) Mrd. Euro. Der Überschuss stieg auf 3,967 (3,382) Mrd. Euro.

Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebit von 5,42 Mrd. Euro gerechnet. Den Umsatz sahen sie bei 35,1 Mrd. Euro und den Überschuss bei 3,35 Mrd. Euro. "Auf den ersten Blick sind die Zahlen sehr gut und besser als erwartet", sagte Analyst Stephan Wulf von Sal. Oppenheim. Die Zahlen seien super ausgefallen und hätten die Konsensschätzungen in allen Bereichen übertroffen, sagte Analystin Katja Blanke. Besonders positiv sei der angehobene Ausblick zu werten.

Aktie Dreht INS Plus

An der Frankfurter Börse drehte die Eon-Aktie nach der Bekanntgabe der Zahlen ins Plus. Bis zum Nachmittag stieg sie in einem freundlichen Gesamtmarkt um 1,25 Prozent auf 63,90 Euro. "Die Zahlen liegen durch die Bank über den Prognosen", sagte ein Händler in einer ersten Einschätzung. Das Ergebnis sei hervorragend ausgefallen. Ein weiterer Experte sah die Aktie wegen des "unschlagbaren Gasmonopols" als gute Kaufgelegenheit. Äußerst positiv sei die erhöhte Überschussprognose zu werten.

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