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Roundup 2: Frankreich senkt Beteiligung an Air France-KLM auf 18,35 Prozent

Ein halbes Jahr nach der Fusion von Air France und KLM senkt Frankreich den Staatsanteil an der umsatzmäßig größten Fluggesellschaft der Welt von 44,1 auf 18,35 Prozent. Das geht aus einem Schreiben der Investitionsbanken an Börsenteilnehmer vom Donnerstag hervor.

dpa-afx PARIS. Ein halbes Jahr nach der Fusion von Air France und KLM senkt Frankreich den Staatsanteil an der umsatzmäßig größten Fluggesellschaft der Welt von 44,1 auf 18,35 Prozent. Das geht aus einem Schreiben der Investitionsbanken an Börsenteilnehmer vom Donnerstag hervor. Die französische Regierung verkauft danach 18,4 Prozent Anteile an Air France-KLM für 719,7 Mill. Euro über den Kapitalmarkt. Mehr als sieben Prozent sollen den Mitarbeitern angeboten werden, die dafür teilweise auf Lohn verzichten sollen.

Das Wirtschaftsministerium bestätigte den Gang an den Aktienmarkt über ein "beschleunigtes Bietverfahren". Die Investoren müssen danach ihre Angebote bis Börsenschluss am heutigen Donnerstag vorlegen. Anschließend wird der Preis festgelegt. Nach anfänglichen Gewinnen gab der Kurs der Air France-KLM-Aktie am Donnerstag in Paris bis zum Mittag um 1,65 Prozent auf 14,30 Euro nach.

Die Mitarbeiter können 13,2 Mill. Aktien umsonst bestellen, wenn sie dafür eine Lohnsenkung akzeptieren. Weitere 8,4 Mill. Aktien werden der Belegschaft zu Sonderkonditionen angeboten.

Die Regelung sieht vor, dass der Staat seine restlichen Anteile von 18,35 Prozent mindestens ein halbes Jahr nicht veräußert. Air France-KLM verzichtet dafür ein Vierteljahr auf eine Kapitalerhöhung. Der Anteil der Mitarbeiter soll am Ende bei 17,4 Prozent liegen. Der börsennotierte Teil der Aktien, zu dem auch der Anteil der früheren KLM-Aktionäre gerechnet wird, soll 64,2 Prozent erreichen. Mit dem Aktienverkauf sind die Societe Generale SA und ABN Amro Holding NV beauftragt.

Air France hatte den niederländischen Konkurrenten KLM im Frühjahr übernommen. Die Gesellschaft hatte im ersten Geschäftshalbjahr (bis 30.9. 2004) 9,6 Mrd. Euro umgesetzt und einen Überschuss von 296 Mill. Euro erzielt. Der Anteil der niederländischen Aktionäre liegt deutlich unter 20 Prozent.

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