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Roundup 2: General Motors streicht 12 000 Stellen in Europa

Der Standort Deutschland ist vom geplanten Stellenabbau des weltgrößten Autobauers General Motors (GM) in Europa offenbar besonders stark betroffen. Bei Opel-Deutschland sollen nach Informationen des Betriebsrates vom Donnerstag 10 000 Stellen gestrichen werden.

dpa-afx RÜSSELSHEIM. Der Standort Deutschland ist vom geplanten Stellenabbau des weltgrößten Autobauers General Motors (GM) in Europa offenbar besonders stark betroffen. Bei Opel-Deutschland sollen nach Informationen des Betriebsrates vom Donnerstag 10 000 Stellen gestrichen werden. Insgesamt will General Motors in den europäischen Standorten 12 000 Arbeitsplätze abbauen. Wie der Konzern am größten Opel-Standort in Rüsselsheim mitteilte, sollen dadurch die jährlichen Kosten um 500 Mill. Euro reduziert werden.

General Motors selbst wollte zur Verteilung der Einsparungen auf die einzelnen Standorte nichts sagen. Die Pläne sollten zunächst mit den Arbeitnehmervertretern diskutiert werden, sagte GM-Europa-Chef Frederick Henderson in Rüsselsheim.

Massiver Stellenabbau IN Bochum und Rüsselsheim

Nach Betriebsratsinformationen sollen dagegen im Opelwerk-Bochum bereits im kommenden Jahr 3 000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Weitere 1 000 sollten nach den Vorgaben der Unternehmensführung bis 2007 reduziert werden, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Werks Bochum, Rainer Einenkel. Davon seien alle drei Opel-Werke in Bochum betroffen. Im Stammwerk Rüsselsheim solle der Abbau von ebenfalls 4 000 Stellen etwa bis zum Jahr 2008 erfolgen.

Zu der Höhe der Abfindungen machte der Opel-Mutterkonzern ebenfalls keine Angaben. Das Unternehmen will nun Verhandlungen über das Programm mit dem Betriebsrat aufnehmen. Nach Angaben eines GM-Sprechers sollen die Gespräche bis Ende November abgeschlossen sein. Dann werde auch der genaue Umfang des Stellenabbaus feststehen.

Standorte Könnten Erhalten Bleiben

Eine Entscheidung über die Schließung von Produktionsstätten in Deutschland sei noch nicht gefallen, sagte der Sprecher auf Anfrage. "Es gibt gute Chancen, dass alle Standorte erhalten bleiben." Opel beschäftigt in Deutschland an den Standorten Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern rund 33 000 Mitarbeiter.

GM-Europa-Chef Fritz Henderson begründete die Einschnitte mit den anhaltenden Verlusten und der schwachen Wirtschaftslage. "Das Zusammentreffen mehrerer negativer Wirtschaftsfaktoren in den vergangenen Jahren hat unsere bisherigen Anstrengungen zur Erreichung des Turnarounds untergraben, und wir müssen daher Maßnahmen ergreifen, die weit über die bisherigen Bemühungen hinaus gehen", sagte Henderson. type="person" value="Henderson, Frederick" />

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