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Roundup 2 GM-Europa-Vize: Kein Zweifel an Sanierung - Höheres Sparvolumen

Unmittelbar vor der Entscheidung über den Stellenabbau beim Autohersteller Opel hat der Europa-Vize des Mutterkonzerns General Motors (GM), Carl-Peter Forster, die geplanten Einschnitte verteidigt.

dpa-afx FRANKFURT. Unmittelbar vor der Entscheidung über den Stellenabbau beim Autohersteller Opel hat der Europa-Vize des Mutterkonzerns General Motors (GM), Carl-Peter Forster, die geplanten Einschnitte verteidigt. An der Notwendigkeit des Stellenabbaus könne es keinen Zweifel geben, sagte Forster am Dienstag auf einer Fachtagung zur Autoindustrie in Frankfurt. Auch das bisher genannte Einsparvolumen wolle der Konzern übertreffen: "Wir haben gesagt, dass wir mindestens 500 Mill. Euro jährlich einsparen wollen, aber wir wollen eindeutig mehr einsparen", betonte Forster.

Der GM-Verwaltungsrat wollte am selben Tag über eine Teillösung befinden, die die Einrichtung von Beschäftigungsgesellschaften und ein freiwilliges Abfindungsprogramm bei Opel vorsieht. Das Ergebnis der Sitzung in Detroit, die bis in den späten Abend dauern sollte, werde aber nicht offiziell mitgeteilt, hieß es.

GM will nach den ursprünglichen Ankündigungen europaweit bis zu 12 000 Stellen streichen, davon 10 000 bei Opel. Am Mittwoch berät der Opel-Gesamtbetriebsrat, am Donnerstag sollen die Beschäftigten über die Entscheidung des Verwaltungsrats informiert werden. Nach Branchenschätzungen müssen mehrere Tausend Beschäftigte in Transfergesellschaften wechseln.

IG-Metall-Vize Berthold Huber sagte am Dienstag, Kern der Bemühungen um eine Verhandlungslösung sei ein europäischer Rahmenvertrag für GM-Standorte. Über jeden einzelnen Standort zu verhandeln, hätten die Arbeitnehmervertreter abgelehnt. Huber bezeichnete das Klima der Gespräche als "vergiftet", seit das GM - Management die Zahl von 12 000 Köpfen gefordert habe. Zu einer weiteren Verschärfung habe die Drohung beigetragen, die nächste Generation des Astra nicht mehr in Rüsselsheim zu entwickeln. Das Gesamtpaket für eine Sanierung werde erst im nächsten Jahr geschnürt, betonte Huber.

GM müsse sich in Europa neu aufstellen, um auf dem sich stark verändernden Markt mithalten zu können, betonte Forster. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat seien in den vergangenen Wochen von der Einsicht geprägt gewesen, dass "sich etwas bewegen muss". GM steckt seit 2000 in Europa in tiefroten Zahlen. Durch die sinkende Nachfrage seien die Kapazitäten der GM-Töchter Opel, Vauxhall und Saab derzeit zu 80 Prozent ausgelastet, sagte der Manager. Um Geld zu verdienen, sei aber eine Auslastung von etwa 85 Prozent notwendig.

Nach Angaben des Managers werde GM nach der "heißen Phase" der Umstrukturierung im kommenden Jahr mit einer weiteren Marktoffensive in Europa starten. Für die kommenden fünf Jahre kündigte Forster über 50 neue Modelle an. Vor allem durch die Umstrukturierung und Zentralisierung seiner Entwicklungszentren bei Saab und Opel wolle GM Ressourcen für die Entwicklung neuer Modelle freisetzen, unter denen auch zahlreiche Nischenmodelle sein sollen. Denn der Trend hin zu Nischenmodellen werde weitergehen, schätzt Forster. Zwar habe GM das Thema Sportliche Geländewagen (SUV) "nicht schnell genug beim Schopf" gepackt, werde dieses aber nun "schnell angehen"./

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