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Roundup 2: Hamburger Senat will mit Conti-Vorstand über Phoenix sprechen

Der Hamburger Senat will mit dem Vorstand des Autozulieferers Continental über den drohenden Abbau von 700 Arbeitsplätzen des Autozulieferers Phoenix am Standort Harburg sprechen.

dpa-afx HAMBURG/HANNOVER. Der Hamburger Senat will mit dem Vorstand des Autozulieferers Continental über den drohenden Abbau von 700 Arbeitsplätzen des Autozulieferers Phoenix am Standort Harburg sprechen. Die Einflussmöglichkeiten des Senats seien in diesem Fall allerdings eng begrenzt, sagte ein Sprecher der Wirtschaftsbehörde am Montag in Hamburg.

"Das ist bitter für den Standort Harburg und wir bedauern das sehr", sagte er. "Genau solche Arbeitsplätze brauchen wir in Hamburg." Phoenix beschäftigt am Standort Harburg noch 2 700 Mitarbeiter.

Conti: Über 700 Phoenix-Mitarbeiter VON 'Restrukturierungsmassnahmen' Betroffen

Ein Conti-Sprecher in Hannover bestätigte, mehr als 700 Phoenix- Beschäftigte in Harburg würden von "Restrukturierungsmaßnahmen" betroffen sein. Das Unternehmen wolle darüber "so schnell wie möglich" Verhandlungen mit dem Phoenix-Betriebsrat aufnehmen. Ein Teil der Arbeitsplätze solle an in- und ausländische Konzern- Standorte verlagert werden. Zudem sollten Instrumente wie das Auslaufen befristeter Verträge oder Altersteilzeit genutzt werden.

Die Übernahme von Phoenix durch den Konkurrenten Conti wird am 28. Dezember durch eine außerordentliche Hauptversammlung abgeschlossen, die einem Verschmelzungsvertrag der beiden Unternehmen zustimmen wird. Phoenix ist dann kein eigenständiges Unternehmen mehr, sondern Teil der Contitech AG. Der Betriebsrat hatte bereits im Frühjahr von 750 Arbeitsplätzen gesprochen, die dadurch in Gefahr seien. Phoenix gibt unter anderem die Fertigung von Krümmern in Harburg auf und verlagert die Produktion ins Ausland und an andere deutsche Standorte.

Unklarheit Über Einige Unternehmensteile

Unklar ist zudem, was mit anderen Konzernteilen geschieht, die teilweise zum Verkauf stehen. Dazu zählen die Firma Vibracoustik, die Autofedern herstellt, sowie der Schallschutz-Spezialist Stankiewitz. Andere Bereiche werden bei Contitech eingegliedert, so dass der Phoenix-Konzern nicht mehr existiert.

Für die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) steht noch nicht fest, dass der Arbeitsplatzverlust tatsächlich so hoch wie erwartet ausfällt. "Die Verhandlungen haben noch nicht einmal begonnen", sagte Bezirksleiter Jörg Leveringhausen. Die IG BCE werde mit dem Betriebsrat jede Möglichkeit ausschöpfen, ein Gegenkonzept zu den Vorstellungen des Vorstandes sowie einen tragfähigen Sozialplan zu erarbeiten. Für den Hamburger DGB forderte Vorsitzender Erhard Pumm eine Auffanggesellschaft für die betroffenen Mitarbeiter, damit sie wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen könnten.

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