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ROUNDUP 2: ifo-Geschäftsklima bricht ein - 'Aufschwung realtiv blutlos'DPA-Datum: 2004-06-25 17:35:06

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Geschäftsklimaindikator des ifo-Instituts ist im Juni überraschend eingebrochen. Die neuen Umfrageergebnisse sprechen dafür, dass die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung noch immer nicht durchgreifend gefestigt ist, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Freitag in München. Der Indikator fiel von 96,0 Punkten im Vormonat auf 94,6 Punkte. Dies ist der niedrigste Stand seit September 2003. Von AFX befragte Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 96,4 Punkte gerechnet. Im Mai war der Indikator von 96,3 Punkten im Vormonat auf revidierte 96,0 Punkte gesunken.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Geschäftsklimaindikator des ifo-Instituts ist im Juni überraschend eingebrochen. Die neuen Umfrageergebnisse sprechen dafür, dass die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung noch immer nicht durchgreifend gefestigt ist, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Freitag in München. Der Indikator fiel von 96,0 Punkten im Vormonat auf 94,6 Punkte. Dies ist der niedrigste Stand seit September 2003. Von AFX befragte Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 96,4 Punkte gerechnet. Im Mai war der Indikator von 96,3 Punkten im Vormonat auf revidierte 96,0 Punkte gesunken.

Die Beurteilung der aktuellen Lage sank im Juni von 94,4 Punkten im Vormonat auf 93,2 Punkte. Die Experten hatten 95,0 Punkte erwartet. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate verschlechterten sich von 97,7 Punkten im Vormonat auf 96,0 Punkte. Von AFX befragte Volkswirte hatten zuvor mit 98,0 Punkten gerechnet.

POSITIVE EXPORTERWARTUNGEN

"Der Aufschwung ist zwar da, aber er ist relativ blutlos", sagte ifo- Chefvolkswirt Gernot Nerb. Vor allem Verbraucher und kleinere Unternehmen seien weiterhin verunsichert. Am Arbeitsmarkt sei keine echte Entspannung in Sicht.

Der Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex im Juni ist laut DekaBank Volkswirt Andreas Scheuerle "enttäuschend". Der zuletzt gefallene Ölpreis und die jüngsten US-Konjunkturdaten hätten einen solchen Rückgang nicht erwarten lassen, sagte Scheuerle der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Insbesondere der Rückgang der Lagebeurteilung deute darauf hin, dass man die Wirtschaftsdynamik zu Beginn des Jahres nicht einfach für das zweite Quartal fortschreiben könne.

ÖKONOMEN ENTTÄUSCHT

Nach dem schwachen ifo-Geschäftsklimaindex besteht nach Einschätzung der Bank of America kein Spielraum für Leitzinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) im weiteren Verlauf des Jahres. Der deutliche Rückgang des Frühindikators verstärke Zweifel an der Stärke und Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung in der Eurozone, schreibt Holger Schmieding von der Bank of America in einer Studie.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) forderte angesichts der wankenden Konjunktur, alle "Verunsicherungen" zu vermeiden. Diskussionen etwa über Steuererhöhungen seien Gift für die Konjunktur, sagte er. Dennoch betonte er: "Der Aufschwung ist da."

DAX DREHT INS MINUS

Nach den überraschend schwachen ifo-Daten drehte der Deutsche Aktienindex DAX < DAX.ETR > ins Minus. Der für den Anleihenmarkt richtungweisende Euro-Bund-Future < FGBL062004F.DTB > konnte hingegen zulegen. Kurz vor Bekanntgabe hatte der Future noch 0,01 Punkte im Minus notiert. Der Eurokurs < EURUS.FX1 > veränderte sich unterdessen kaum.

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