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Roundup 2: ING BHF-Bank mit Halbjahres-Gewinn - Sal.Oppenheim interessiert

Die zum niederländischen Finanzkonzern ING gehörende ING BHF-Bank hat im ersten Halbjahr vor Steuern die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Das Geldinstitut führte dies am Donnerstag auf Konsoldierungs- und Umstrukturierungs-Anstrengungen zurück. "Diese setzten insbesondere bei dem risikobehafteten und in hohem Maße kapitalbindenden Firmenkundenkreditgeschäft an", hieß es in der Mitteilung. "Die ING BHF-Bank wird sich in Zukunft als Beratungs- Service- und Handelsbank positionieren."

dpa-afx FRANKFURT. Die zum niederländischen Finanzkonzern ING gehörende ING BHF-Bank hat im ersten Halbjahr vor Steuern die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Das Geldinstitut führte dies am Donnerstag auf Konsoldierungs- und Umstrukturierungs-Anstrengungen zurück. "Diese setzten insbesondere bei dem risikobehafteten und in hohem Maße kapitalbindenden Firmenkundenkreditgeschäft an", hieß es in der Mitteilung. "Die ING BHF-Bank wird sich in Zukunft als Beratungs- Service- und Handelsbank positionieren."

Unterdessen wurde bekannt, dass die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim mit der niederländischen ING-Gruppe über eine mögliche Übernahme der deutschen ING BHF-Bank AG verhandelt. Anfang nächster Woche komme dazu eine Erklärung. Im August waren Verhandlungen der ING mit der Commerzbank über eine Übernahme der deutschen ING-Tochter beendet worden. Bei einem Blick in die Bücher der BHF-Bank hätten sich keine ausreichend hohen Synergieeffekte gezeigt, die ein Engagement in der zu erwartenden Größenordnung gerechtfertigt hätten, meldete die Commerzbank damals.

Halbjahres-Ergebnisse

Die ING BHF-Bank erzielte von Januar bis Juni vor Steuern 73 Mill. Euro (Vorjahr: minus 102 Mill. Euro). Die operative Eigenkapitalrendite verbesserte sich auf plus 5,5 (minus 7,4) Prozent. Der Konzernbetriebsgewinn betrug 81 Mill. Euro (minus 128 Mill. Euro). Das Ergebnis aus dem Zins-, Provisions- und Handelsgeschäft kletterte im Jahresvergleich von 223 Mill. auf 332 Mill. Euro.

Der Zinsüberschuss wuchs um 31,3 Prozent auf 168 (128) Mill. Euro. Der Provisionsüberschuss stagnierte nach den Angaben auf 101 Mill. Euro. Das Handelsergebnis kletterte auf 63 Mill. Euro (minus sechs Mill. Euro). Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft schrumpfte auf 69 (151) Mill. Euro.

Einsparungen Zeigen Folgen

Das Kostensenkungsprogramm des Vorjahres zeige die gewünschte Wirkung, meldete die ING BHF-Bank. Der Verwaltungsaufwand verringerte sich im ersten Halbjahr 2004 auf 181 (218) Mill. Euro. Die Zahl der Beschäftigen sank um 6,5 Prozent auf 2 443 (2 614) Menschen.

Die Bilanzsumme stieg vor allem wegen der Ausweitung von Finanzanlagen seit Ende Dezember 2003 um 9,5 Prozent auf 64,6 (59,0) Mrd. Euro. Das Kreditvolumen reduzierte sich im selben Zeitraum um 0,6 Prozent auf 33,0 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote betrug Ende Juni 14,5 Prozent. Damit sieht sich die ING BHF-Bank "nach wie vor hervorragend kapitalisiert".

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