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Roundup 2: Karstadt-Quelle: Kreditverträge mit Gläubigerbanken unterschrieben

Mit der dringend benötigten Verlängerung der Mrd.-Kredite des Karstadt-Quelle -Konzerns sind die Weichen für die Sanierung des angeschlagenen Handelsriesen gestellt. Die Verträge mit den Gläubigerbanken seien unterschrieben, sagte Karstadt-Quelle-Sprecher Jörg Howe am Freitag der dpa.

dpa-afx ESSEN. Mit der dringend benötigten Verlängerung der Mrd.-Kredite des Karstadt-Quelle-Konzerns sind die Weichen für die Sanierung des angeschlagenen Handelsriesen gestellt. Die Verträge mit den Gläubigerbanken seien unterschrieben, sagte Karstadt-Quelle-Sprecher Jörg Howe am Freitag der dpa. Die überlebenswichtige Kapitalerhöhung über 500 Mill. Euro, die das drastisch geschrumpfte Eigenkapital von Karstadt-Quelle auffüttern soll, gilt damit als endgültig gesichert. Eine außerordentliche Hauptversammlung soll am Montag über die Kapitalmaßnahme entscheiden.

Bei den wochenlangen Verhandlungen mit 16 Gläubigerbanken ging es um Kreditlinien über 1,75 Mrd. Euro, die bis Jahresende gesichert waren und für drei Jahre verlängert werden sollten. Als letzte Institute hatten die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) vor kurzem zugestimmt. Beide Landesbanken, die mit je 25 Mill. Euro beim Essener Konzern engagiert sind, hatten nach Angaben aus Branchenkreisen bislang eine Einigung unter den Gläubigerbanken behindert.

Unabhängiger Sanierer

Ein unabhängiger Sanierer soll den weiteren Sanierungsprozess nun nach Informationen aus Branchenkreisen auf Drängen beteiligter Kreditinstitute begleiten. Auch die Unternehmensberatung Roland Berger solle in die Restrukturierung eingebunden werden. Vor gut einer Woche hatte die Unternehmensberatung Roland Berger in einem von den Banken beauftragten Gutachten grünes Licht für den Sanierungsplan des Warenhauskonzerns gegeben.

Das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geforderte Gutachten sei für die Banken bereits bei der Vorlage das entscheidende Zusagekriterium gewesen, hieß es in Bankenkreisen. Das Restrukturierungskonzept greife an die richtigen Hebel und sei geeignet, die bisherigen Verlustursachen im Karstadt-Quelle-Konzern zu beseitigen, hieß es in dem Gutachten.

Die Verlängerung der Kreditlinien galt als entscheidende Voraussetzung für die Kapitalerhöhung. Ein weiteres Schlüsselelement war die Einigung mit den Beschäftigten auf ein Sparprogramm mit Stellenabbau und Lohneinbußen. Zudem verhandelt Karstadt-Quelle auch noch mit mehreren Geldgebern über eine weitere Finanzierung von rund 500 Mill. Euro als zusätzlichen "Puffer".

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