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Roundup 2: MAN bevorzugter Bieter für Militär-Großauftrag in Großbritannien

Für den Münchner Anlagenbauer- und Nutzfahrzeugkonzern MAN ist ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft aus Großbritannien und damit einer der größten Aufträge der vergangenen Jahre in greifbare Nähe gerückt.

dpa-afx MÜNCHEN. Für den Münchner Anlagenbauer- und Nutzfahrzeugkonzern MAN ist ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft aus Großbritannien und damit einer der größten Aufträge der vergangenen Jahre in greifbare Nähe gerückt. MAN sei am Dienstag vom britischen Verteidigungsministerium als bevorzugter Bieter für die Lieferung von 5 000 LKW im Gesamtvolumen von 1,6 Mrd. Euro benannt worden, teilte das Unternehmen in München mit.

Die MAN-Aktie konnte nach der Meldung zunächst die Verluste verringern, fiel dann aber im Einklang mit dem Dax um 1,41 Prozent auf 28,00 Euro zurück.

Das Ministerium werde nun exklusiv mit MAN über die Details einer Vereinbarung weiterverhandeln. Wann unterschriftsreife Vereinbarungen auf dem Tisch lägen, sei noch offen. "Das kann relativ flott gehen oder sich eine Weile hinziehen", sagte ein MAN MAN-Sprecher. habe zudem eine Option auf weitere Fahrzeuge erhalten. "Eine konkrete Zahl gibt es aber noch nicht." Um den Auftrag hatten sich mehrere Nutzfahrzeugkonzerne beworben. Die Lieferung der ersten Lastwagen soll 2007 starten.

Auftrag Kleiner ALS Gedacht

Der Auftrag fällt damit zunächst kleiner aus als ursprünglich erwartet. Vor zehn Tagen war in Medienberichten zu lesen, die Lieferung könne bis zu 8 000 LKW umfassen und einen Wert von 4,5 Mrd. Euro erreichen. Wegen knapper Haushaltsmittel soll das britische Verteidigungsministerium nun die kleinere Variante gewählt haben. Um den Auftrag sollen sich auch Daimler-Chrysler sowie die US-Firmen Oshkosh und Stewart & Stevenson bemüht haben.

Nach Branchenangaben hat MAN dem Verteidigungsminsterium unter anderem zugesagt, einen Teil der LKW-Produktion in seinem britischen Werk in Middlewich (Chelsire) abzuwickeln. Der MAN-Sprecher betonte, die LKW würden nach England geliefert und dort mit Sonderausstattungen komplettiert. Insgesamt könne der Konzern in Großbritannien, Österreich und Deutschland profitieren.

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