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Roundup 2 Modelloffensive sei Dank: BMW erzielt neues Rekordergebnis

(dpa-AFX) München - Die steile Bergfahrt bei BMW < BMW.ETR > nimmt kein Ende. Der Konzern erntet Schritt für Schritt die Früchte seiner Modelloffensive und präsentierte am Mittwoch dank gestiegener Absatzzahlen das beste Quartalergebnis seiner Unternehmensgeschichte. Konzernchef Helmut Panke zeigte sich sichtlich zufrieden. "BMW setzt ein Zeichen der Stärke", sagte er auf einer Telefonkonferenz. Das zweite Quartal bringt die Bayern ihrem Jahresziel wieder ein gutes Stück näher: Panke und seine Mannschaft wollen in diesem Jahr neue Spitzenwerte beim Absatz, Umsatz und Ergebnis erreichen. Einen Ausblick über dieses Jahr hinaus gab BMW noch nicht.

(dpa-AFX) München - Die steile Bergfahrt bei BMW < BMW.ETR > nimmt kein Ende. Der Konzern erntet Schritt für Schritt die Früchte seiner Modelloffensive und präsentierte am Mittwoch dank gestiegener Absatzzahlen das beste Quartalergebnis seiner Unternehmensgeschichte. Konzernchef Helmut Panke zeigte sich sichtlich zufrieden. "BMW setzt ein Zeichen der Stärke", sagte er auf einer Telefonkonferenz. Das zweite Quartal bringt die Bayern ihrem Jahresziel wieder ein gutes Stück näher: Panke und seine Mannschaft wollen in diesem Jahr neue Spitzenwerte beim Absatz, Umsatz und Ergebnis erreichen. Einen Ausblick über dieses Jahr hinaus gab BMW noch nicht.

An der Börse machten der Aktie vor allem Gewinnmitnahmen zuschaffen. Händler verwiesen zudem auf die schwachen US-Absatzzahlen des Konzerns im Juli und die hohen Ölpreise. Die Aktie rutschte zuletzt um 2,05 Prozent auf 36,28 Euro und war damit schwächer als der Gesamtmarkt.

Ergebnisschub IM 2. Quartal

Im zweiten Quartal hatte der Konzern seinen Überschuss von 568 auf 671 Millionen Euro gesteigert. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 652 Millionen gerechnet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 1,084 Milliarden ebenfalls über dem Vorjahreswert von 947 Millionen Euro. Dabei zog der Umsatz von 10,266 Milliarden auf 11,91 Milliarden Euro an (Analystenprognose: 11,77 Mrd Euro). Im ersten Halbjahr summierte sich so der Überschuss auf 1,194 (Vj: 1,078)

Das Automobilgeschäft hatte im zweiten Quartal den Löwenanteil am Ergebnisschub. Hier steigerte der Konzern im zweiten Quartal das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 26,4 Prozent auf 971 Millionen Euro (Vj: 768 Mio Euro). Der Umsatz kletterte um 19,4 Prozent auf 11,515 Milliarden Euro. Dabei erhöhte sich die Umsatzrendite von 8 auf 8,4 Prozent. Die Umsatzrendite werde auch im Jahresverlauf bei "um die 8 Prozent" liegen, bestätigte Panke frühere Prognosen.

Einige Meilensteine Erreicht

"Dieses Jahr steht ganz im Zeichen unserer Marktoffensive und wir haben bereits einige wichtige Meilensteine erreicht", sagte Panke. Zuwächse seien in allen wichtigen internationalen Märkten erzielt worden. Für das zweite Halbjahr rechnet der Konzern auf den wichtigsten Märkten Japan, Europa und USA mit moderaten Wachstumszahlen der gesamten Branche. Deutschland hingegen werde auch weiter zurückliegen. Nach einem Marktrückgang im ersten Halbjahr erwarte er auf dem Heimatmarkt in der zweiten Jahreshälfte keine allgemeine Trendwende. Im ersten Halbjahr hatten die erfolgsverwöhnten Bayern ihren Absatz weltweit um 8,5 Prozent gesteigert, im zweiten Quartal zog der Absatz um 13,3 Prozent an. In Deutschland lag BMW in den ersten sechs Monaten trotz allgemeiner Nachfragschwäche um 4,4 Prozent über Vorjahresniveau.

BMW werde den Weg seiner Offensive "konsequent weiter gehen", sagte Panke. In der zweiten Jahreshälfte bringt der Konzern weitere neue Modelle wie das Mini Cabrio oder den 1er, der erste Kompaktwagen der Marke BMW, auf den Markt. Vor allem vom 1er erhofft sich der Konzern einen zusätzlichen Absatzschub. Nach jüngsten Angaben ist das Interesse groß, über 10.000 Bestellungen sollen bereits eingegangen sein, und damit mehr als die Münchener nach eigenen Angaben zu hoffen gewagt hatten. Im ersten Halbjahr hatten sich vor allem der X3 und der 5er nach Angaben des Unternehmens gut entwickelt. Für das Gesamtjahr rechnet Helmut Panke weiterhin mit einem Absatzplus im hohen einstelligen Bereich.

Absatzplus VON 4 BIS 5 % IM Juli

Nach ersten vorläufigen Zahlen hat es hierzu im Juli zumindest nicht gereicht. So habe die BMW Group im Juli voraussichtlich ein Absatzplus zwischen 4 und 5 Prozent eingefahren, sagte Panke. Damit konnte die Gruppe nicht an das hohe zweistellige Niveau der vier Vorquartale anknüpfen. Im Juli habe einem Anstieg der BMW um 7 Prozent ein Rückgang bei der Marke Mini gegenüber gestanden. Panke begründete dies mit der Zurückhaltung vor dem Marktstart der Cabrio-Version im August.

In den USA hatten die erfolgsverwöhnten Bayern im vergangenen Monat hingegen eine Schlappe erlebt. Der Absatz ging hier um 4,4 Prozent zurück. Panke wollte den Einbruch jedoch nur als "vorübergehende Delle" verstanden wissen. "Wir gehen davon aus, dass wir im August wieder ein Plus sehen werden." Den Einbruch im Juli begründete der Manager mit der jüngsten Auslieferungssperre für 8- und 12-Zylinder-Motoren wegen Problemen mit der Motorelektronik.

Elektronik

Befragt nach jüngsten Rückrufaktionen und Aufrufen zur Inspektion in den Werkstätten, räumte Panke Aufholbedarf ein. "Wir sind in der gesamten Eletronik-Zuverlässigkeit sicherlich noch nicht da, wo wir gerne wären und wir bei der Mechanik sind."

Der Wachstumskurs bei BMW schlägt sich unterdessen auch in den Mitarbeiterzahlen nieder. In den ersten sechs Monaten erhöhte sich ihre Zahl und weltweit mehr als 1.100 auf 105.388. Für das neue Werk in Leipzig wurden inzwischen mehr als 1.700 neue Mitarbeiter eingestellt.

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