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ROUNDUP 2: Neue Strukturen sollen General Motors in Europa sanieren

RÜSSELSHEIM (dpa-AFX) - Mit einer strafferen Struktur und derNeupositionierung von Opel will der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) in Europa wieder in die schwarzen Zahlen steuern. Zugleichsteigt der bisherige Opel-Vorstandsvorsitzende Carl-Peter Forster zum neuenPräsidenten von GM Europa auf, teilten Opel und GM am Freitag nach einerAufsichtsratssitzung in Rüsselsheim mit. Sein Nachfolger bei Opel wird derbisherige Entwicklungsvorstand Hans Demant. Entwicklung, Vertrieb und Produktionder drei Konzernmarken Opel, Saab (Schweden) und Vauxhall (Großbritannien)sollen künftig von der GM Zentrale in Zürich zentral gesteuert werden.

RÜSSELSHEIM (dpa-AFX) - Mit einer strafferen Struktur und derNeupositionierung von Opel will der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) in Europa wieder in die schwarzen Zahlen steuern. Zugleichsteigt der bisherige Opel-Vorstandsvorsitzende Carl-Peter Forster zum neuenPräsidenten von GM Europa auf, teilten Opel und GM am Freitag nach einerAufsichtsratssitzung in Rüsselsheim mit. Sein Nachfolger bei Opel wird derbisherige Entwicklungsvorstand Hans Demant. Entwicklung, Vertrieb und Produktionder drei Konzernmarken Opel, Saab (Schweden) und Vauxhall (Großbritannien)sollen künftig von der GM Zentrale in Zürich zentral gesteuert werden.

Kernpunkt der Neuorganisation ist, dass die Marken mehr gleiche Teileaustauschen und die Produktion flexibler organisieren. "Wir wollen einegemeinsame Architektur für Autos verschiedener Marken schaffen", sagte derGM-Vizevorsitzende Bob Lutz. Ein solcher Fertigungsverbund sei weltweite Praxis."Ein gleiches Air- Conditioning oder gleiche Sitzrahmen für eineFahrzeug-Familie sind das Ziel." Künftig könnten bei Opel in Rüsselsheim oderBochum auch Autos von Saab oder Cadillac vom Band laufen.

AUS DER VERLUSTZONE STEUERN

Es gehe darum, mit schlanken Prozessen das Geschäft aus der Verlustzone zusteuern. "Wir wollen GM Europe wieder rentabel machen, und zwar so schnell esgeht", kündigte der GM-Europa Vorsitzende Fritz Henderson an. Ob Opel und GMEuropa wie ursprünglich geplant noch 2004 den Sprung in die schwarzen Zahlenschaffen, ließ Henderson offen. Er bezifferte auch nicht das Einsparpotenzialder Maßnahmen. Das Europageschäft von GM schreibt seit vier Jahren rote Zahlenund hat auch im ersten Quartal 2004 wieder einen Verlust von 116 MillionenUS-Dollar angehäuft. Opel macht 80 Prozent des Europageschäftes aus undverbuchte 2003 einen operativen Verlust von rund 384 Millionen Euro.

Die Adam Opel AG in Rüsselsheim wird künftig die Entwicklung für alleMittelklasse-Modelle des Konzerns übernehmen, die GM dann in aller Welt baut."Das ist eine Riesenchance für den Standort", sagte Forster, der zugleich auchzum Aufsichtsratsvorsitzenden bei Opel ernannt wurde. Über einen möglichenStellenabbau im Rüsselsheimer Werk, das nur zu 60 Prozent ausgelastet ist, gibtes nach Forsters Worten noch keine Entscheidung. In Rüsselsheim sind 21.000Opel- Mitarbeiter beschäftigt.

ZAFIRA-PRODUKTION OFFEN

Weiterhin offen ist auch die Frage, ob der neue Kompakt-Van Zafira inRüsselsheim gebaut wird. GM erwägt als Standort auch das polnische Gliwice(Gleiwitz). "Der Zafira muss in den nächsten Jahren die Kapazitäten inRüsselsheim auslasten, sonst gehen Arbeitsplätze verloren", sagte derGesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. "Wir werden Forster an derEntscheidung über die Vergabe messen." Im Rahmen der Konzern-Neuorganisationhaben die Arbeitnehmervertreter ein neues Gremium von Opel, Saab und Vauxhallgegründet, um ihre Mitbestimmungsrechte besser ausüben zu können.

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