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Roundup 2: Opec erhöht Fördergrenze - US-Lager schrumpfen - Ölpreis steigt

Die Opec hebt ab November ihre offizielle Fördermenge um eine Million Barrel pro Tag an. Die tägliche Fördermenge werde von 26 auf 27 Mill. Barrel (je 159 Liter) gesteigert, teilten mehrere Opec-Minister am Mittwoch in Wien am Rande der Konferenz der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) mit.

dpa-afx WIEN. Die Opec hebt ab November ihre offizielle Fördermenge um eine Million Barrel pro Tag an. Die tägliche Fördermenge werde von 26 auf 27 Mill. Barrel (je 159 Liter) gesteigert, teilten mehrere Opec-Minister am Mittwoch in Wien am Rande der Konferenz der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) mit.

Die Ölpreise reagierten kaum auf die Entscheidung, stiegen aber nach dem erneuten Rückgang der US-Rohölbestände deutlich. Der Opec-Beschluss sei ein symbolischer Schritt und habe kaum Einfluss auf die tatsächlichen Produktionsmengen, sagte ein Händler. Dies sei ein Signal an die Märkte, dass das Kartell seinen derzeitigen Ausstoß beibehalten wolle, sagte Irans Ölminister Bijan Namdar Zangeneh.

Geste AN Importländer

Die elf Staaten des Kartells hatten auf Grund der steigenden Nachfrage in China und hoher Ölpreise ihre Fördergrenze in den vergangenen Wochen bereits um zwei Mill. Barrel überschritten. Hinzu kommen weitere zwei Mill. Barrel aus dem Irak, der seit 1990 nicht mehr in das Quotensystem eingebunden ist. "Die Opec fördert zwei Mill. Barrel über der offiziellen Grenze. Nun haben wir die Hälfte davon legitimiert", sagte Zangeneh. Sein kuwaitischer Amtskollege Sheik Ahmad al-Sabah bezeichnete die Entscheidung als Geste an die Abnehmerstaaten. Er glaube nicht, dass mit dieser Entscheidung mehr Öl auf die Märkte komme. "Wir suchen nach Stabilität für den Markt und arbeiten dabei mit den anderen zusammen, um sicherzustellen, dass der Preis ein guter Preis für die Abnehmer sein wird."

Unterdessen hat der erneute Rückgang der amerikanischen Lagervorräte den Preis für leichtes US-Öl über die Marke von 45 $ steigen lassen. Ein Barrel der Sorte WTI zur Oktoberauslieferung verteuerte sich am New Yorker Warenterminmarkt Nymex um 71 Cent zum Vortagesschluss auf 45,10 $ je Barrel. In London kostete die Nordseesorte Brent zuletzt 42,25 $ und damit 52 Cent mehr als am Vortag. Zuvor hatte das amerikanische Energieministerium einen Rückgang des Lagerbestands in der vergangenen Woche um 7,1 Mill. Barrel bekannt gegeben.

Preisband Bleibt

Eine Anhebung des Preisbandes wurde bei dem Opec-Treffen entgegen der Erwartungen nicht beschlossen. Das offiziell angestrebte Preisniveau bleibt damit bei 22 bis 28 $ je Barrel. Das Preisband sollte ursprünglich auf 26 bis 34 $ je Barrel angehoben werden. Es müsse an die Realität der Märkte angepasst werden, sagte das nigerianische Delegationsmitglied Edmund Daukoro vor der Konferenz.

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