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Roundup 2: Opel bestätigt Kooperationsgespräche mit Caterpillar nicht

Der angeschlagene Autobauer Opel hat Berichte über Gespräche mit dem US-Konzern Caterpillar über mögliche Kooperationen bei der Sanierung nicht bestätigt. Ein Unternehmenssprecher betonte am Mittwoch auf Anfrage lediglich, Opel verhandele mit mehreren Interessenten.

dpa-afx BOCHUM. Der angeschlagene Autobauer Opel hat Berichte über Gespräche mit dem US-Konzern Caterpillar über mögliche Kooperationen bei der Sanierung nicht bestätigt. Ein Unternehmenssprecher betonte am Mittwoch auf Anfrage lediglich, Opel verhandele mit mehreren Interessenten. Opel will Teile der deutschen Werke verkaufen oder Joint Ventures mit anderen Zuliefern bilden.

Betroffen sind davon etwa 2000 der 9 500 Stellen, die der Mutterkonzern General Motors bei Opel sozialverträglich abbauen will. Vor allem die Komponentenfertigung in Kaiserslautern und in Bochum steht nach Unternehmensangaben auf der Liste. In der Vergangenheit waren allerdings nach Informationen aus Branchenkreisen die Verkaufsgespräche mit Thyssen-Krupp und der Firma Benteler über diese beiden Werke an den hohen Löhnen der Opel-Beschäftigten gescheitert, die etwa um 15 bis 20 Prozent über den Löhnen bei den Interessenten lägen.

Verlegung Nach Zentraleuropa

Nach Angaben des ausscheidenden Vize-Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel, steht auf der Wunschliste des Opel-Managements, den Logistikbereich in Bochum zu verkaufen oder in einer Partnerschaft aufgehen zu lassen. Das Management plane, den Bochumer Bereich Komponentenfertigung in andere Opel-Werke zu verlagern und die Achsfertigung stillzulegen und nach Zentraleuropa zu verlegen.

So sei im Gespräch, das Opelwerk in Kaiserslautern als reines Komponentenwerk mit einem anderen Unternehmen zusammenzuschließen. Sollte kein Partner gefunden werden, sei auch ein Verkauf möglich. Allerdings zeigte sich Einenkel bei den Lohnkosten wenig kompromissbereit: "Wie sind bereit, über Verkäufe oder Gemeinschaftsunternehmen zu verhandeln, wenn die Arbeitsplätze sowie die Sozialleistungen und Lohnhöhen erhalten bleiben", erklärte der Vize-Betriebsratschef.

Personalgespräche

General Motors hatte in der vergangenen Woche ein Sparprogramm mit dem Abbau von rund 9 500 der rund 32 000 Stellen bei der deutschen Tochter bekannt gegeben. Davon sollen 6 500 Mitarbeiter in Beschäftigungsgesellschaften wechseln oder Abfindungen erhalten. Seit vergangenen Montag können sich alle Mitarbeiter die Höhe ihrer möglichen Abfindung ausrechnen lassen oder sich über die beruflichen Chancen nach einer Weiterbildungsmaßnahme informieren.

Das Interesse ist nach Unternehmens- und Betriebsratsangaben bislang sehr hoch. Noch vor Weihnachten rechnet Opel damit, erste konkrete Zahlen bekannt geben zu können, wie viele Mitarbeiter sich für eine Abfindung oder die Beschäftigungsgesellschaft entschieden haben.

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