Archiv
Roundup 2: Postbank will in diesem Jahr Vorsteuerergebnis um 15% steigern

dpa-afx FRANKFURT. Die im Juni an die Börse gebrachte Postbank will im laufenden Jahr den Gewinn vor Steuern um 15 % steigern. In den ersten sechs Monaten erfüllte die Tochter der Deutschen Post am Montag mit einem 42-prozentigem Plus beim Vorsteuergewinn sowie leicht steigenden Erträgen die Erwartungen der Analysten.

dpa-afx FRANKFURT. Die im Juni an die Börse gebrachte Postbank will im laufenden Jahr den Gewinn vor Steuern um 15 % steigern. In den ersten sechs Monaten erfüllte die Tochter der Deutschen Post am Montag mit einem 42-prozentigem Plus beim Vorsteuergewinn sowie leicht steigenden Erträgen die Erwartungen der Analysten.

HVB-Experte Andreas Weese stufte den Ausblick als "vorsichtig" ein. Er rechnet mit einem Plus von 19 %. Die Aktie, die ab September höchstwahrscheinlich im Mdax notiert wird, rutschte bis zum Montagmittag leicht ab und war mit 28,50 ? genauso teuer wie bei der Ausgabe im Juni.

Postbank-Chef Zufrieden

Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann zeigte sich mit dem bisherigen Abschneiden der Aktie zufrieden. Eine Aufnahme in den DAX sei jedoch in nächster Zeit kein vorrangiges Thema. Er bedauerte die Pannen beim Börsengang, ohne dabei den Konsortialführer Deutsche Bank zu erwähnen. "Wir werden leider noch immer im Zusammenhang mit den Schwierigkeiten genannt, in Deutschland einen Börsengang durchzuführen", meinte von Schimmelmann.

Die Deutsche Bank hatte eine interne Bewertung der Postbank durchsickern lassen und selbst Interesse an einer Übernahme des Geldinstituts bekundet. Seit dem Sprung der Postbank aufs Parkett konnte sich erst ein weiteres Unternehmen zu dem Schritt entschließen.

HVB BestÄTigt 'Outperformer'-Einstufung

Als Dividende soll die Hälfte des Überschusses ausgeschüttet, sagte von Schimmlemann werden. Von April bis Juni verzeichnete die größte deutsche Privatkundenbank das beste Quartal in ihrer Unternehmensgeschichte. Der Überschuss lag mit 95 Mill. ? leicht über dem des Vorquartals (92 Mio Euro) und entsprach damit den Erwartungen der Analysten. Die HVB bestätigte nach den Zahlen ihre "Outperformer"-Einstufung für die Aktie sowie das Kursziel von 34 ?.

Im ersten Halbjahr 2004 steigerte die Postbank das Vorsteuerergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 42 % auf 289 Mill. ?. Der Nettogewinn kletterte um 55 % auf 187 Mill. ?. Etwas besser als erwartet schnitt die Bank bei den Erträgen ab, die um 2,5 % auf 1,26 Mrd. ? zulegten.

"Dies sind im wahrsten Sinne des Wortes 'durch die Bank' positive Entwicklungen", sagte von Schimmelmann. Das Kundenkreditvolumen stieg um fast 19 %, parallel erhöhte sich auch die Risikovorsorge. Im zweiten Quartal entschieden sich 190 000 neue Kunden für die Postbank, die meisten kamen von Sparkassen. Die Gesamtkundenzahl wird weiterhin auf 11,5 Mill. beziffert.

Eigenkapitlrendite Soll BIS 2006 AUF 15 Prozent Steigen

Die Eigenkapitalrendite vor Steuern habe in den ersten sechs Monaten 12,6 % nach 9,3 % im Vorjahr betragen. "Für 2006 strebt die Postbank eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 15 % an", heißt es in der Mitteilung. Der Kostenanteil an den Erträgen (Cost Income Ratio) konnte von 76,8 % im Vorjahr auf 70,8 % gedrückt werden. Hier will die Postbank bis 2006 einen Wert von weniger als 65 % erreichen.

Im neuen Geschäftsbereich Transaktionsbanking übernahm die Postbank für die Dresdner Bank (zum 1. Mai) und die Deutsche Bank (zum 1. Juli) die Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Von den insgesamt 1 700 zusätzlichen Mitarbeitern sollen 800 dauerhaft weiter beschäftigt werden. Dabei werden elf Standorte geschlossen. Insgesamt wickelt die Postbank in der Sparte nun pro Jahr 5,7 Mrd. Transaktionen ab. Weitere Bankkunden könnten künftig auch aus dem Lager der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken gewonnen werden, hieß es. Eine Expansion auf dem europäischen Markt wäre dann erst der nächste Schritt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%