Archiv
Roundup 2: Rohölpreis mit neuem Rekord an der Nymex - US-Lager gesunken

Der erneute Rückgang der US-Lagerbestände hat den Ölpreis am Mittwoch an der New Yorker Warenterminbörse Nymex deutlich über die Marke von 47 $ je Barrel (159 Liter) steigen lassen. Der Preis kletterte bis auf 47,40 $ und übertraf damit das erst am Vorabend aufgestellte Allzeithoch von 46,96 $. In London kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober zuletzt 43,30 $ und blieb damit deutlich unter dem am Montag erreichten Rekordhoch von 44,11 $.

dpa-afx NEW YORK. Der erneute Rückgang der US-Lagerbestände hat den Ölpreis am Mittwoch an der New Yorker Warenterminbörse Nymex deutlich über die Marke von 47 $ je Barrel (159 Liter) steigen lassen. Der Preis kletterte bis auf 47,40 $ und übertraf damit das erst am Vorabend aufgestellte Allzeithoch von 46,96 $. In London kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober zuletzt 43,30 $ und blieb damit deutlich unter dem am Montag erreichten Rekordhoch von 44,11 $.

Die US-Vorräte fielen in der Woche bis 13. August um 1,3 Mill. Barrel auf 293 Mill. Barrel, wie das amerikanische Energieministerium in Washington mitteilte. Das war bereits der dritte wöchentliche Rückgang in Folge. Experten hatten mit einem erneuten Rückgang gerechnet, nachdem der Sturm "Charley" bei Öl- und Erdgasbohrinseln im Karibikraum zu Produktionsausfällen geführt hatte.

"Im Moment wird jedes Haar in der Suppe gesucht, um den hohen Ölpreis zu rechtfertigen", sagte Ölaktien-Analyst Ralph Herre von der Lbbw. Der Markt sei von Nervosität gekennzeichnet und reagiere empfindlich auf jede negative Nachricht.

Zusätzlich getrieben wurden die Ölpreise von der Lage im Irak. Bei den Kämpfen um die Schiiten-Hochburg Nadschaf haben die US-Truppen und ihre irakischen Verbündeten am Mittwoch zur "Entscheidungsschlacht" angesetzt.

Opec Erhöht Prognose

Unterdessen erhöhte die Opec ihre Prognose für die weltweite Rohölnachfrage in den Jahren 2004 und 2005. Grund sei der höher als erwartet ausgefallene Verbrauch im ersten Quartal und die ungebrochene Stärke der Weltwirtschaft, teilte die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Mittwoch in ihrem Monatsbericht August mit.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bezeichnete den hohen Ölpreis als Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung und auch für die Konjunktur in Deutschland. "Wir müssen weiter weg vom Öl", sagte Schröder in Berlin. Die Bundesregierung sei dabei mit ihrer Energiepolitik auf dem richtigen Weg. Allerdings dürfe man die Lage auch nicht dramatisieren. Gegenwärtig gebe es noch keine negativen Konsequenzen.

Banken Bleiben Gelassen

Auch aus Sicht der deutschen Privatbanken sind die hohen Ölpreise keine Gefahr für die Erholung der deutschen Wirtschaft. Selbst bei einem geringfügig nachlassenden Wachstumstempo sei für 2004 weiter mit einem Wachstum von 1,75 % zu rechnen, teilte der Bundesverband deutscher Banken in seinem Konjunkturbericht mit. Zwar könnten die weltwirtschaftlichen Impulse für den Export etwas schwächer werden. Es bestehe aber Aussicht auf eine bessere Binnenkonjunktur. Zinserhöhungen solle es nicht geben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%