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Roundup 2: SAP bestätigt nach zweitem Quartal Wachstumskurs - Aktie fällt

(dpa-AFX) Walldorf/NEW York - Europas größter Softwarehersteller SAP < SAP.ETR > hat nach einem vor allem in den USA starkem zweiten Quartal seine Prognosen bestätigt. Mit den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen lag der weltweit drittgrößte Softwarekonzern nach den bereits Anfang Juli bekannt gegebenen Schlüsselzahlen im Rahmen der Erwartungen.

(dpa-AFX) Walldorf/NEW York - Europas größter Softwarehersteller SAP < SAP.ETR > hat nach einem vor allem in den USA starkem zweiten Quartal seine Prognosen bestätigt. Mit den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen lag der weltweit drittgrößte Softwarekonzern nach den bereits Anfang Juli bekannt gegebenen Schlüsselzahlen im Rahmen der Erwartungen.

SAP gewann weiter Marktanteile hinzu und festigte seine Führungsposition im Segment Anwendungssoftware für Unternehmen. Um den Wachstumskurs fortzusetzen, will SAP 2004 jetzt mehr neue Mitarbeiter einstellen als noch Anfang des Jahres geplant. Die Aktie gab bis zum Nachmittag trotz überwiegend positiver Analystenkommentare deutlich nach.

'IN Wachstum Investieren'

"Wir werden auch im zweiten Halbjahr in Wachstum investieren", sagte SAP-Chef Henning Kagermann am Donnerstag in New York. Beim Lizenzumsatz rechnet SAP im laufenden Jahr mit einem Plus von zehn (währungsbereinigt 15) Prozent - dies wäre der erste Anstieg seit 2001.

Zwischen April und Juni kletterte der Umsatz mit Softwarelizenzen währungsbereinigt das vierte Quartal in Folge - ein Plus von 17 Prozent auf 497 Millionen Euro. Getrieben wurde der Anstieg von einem 70-prozentigen Plus in den USA. In der größten Umsatzregion Europa ohne Deutschland lief das Geschäft mit Software jedoch schleppend. Im Inland legten die Softwareumsätze dagegen um zehn Prozent zu.

Mehr Neueinstellungen Geplant

Dresdnerkleinwortwasserstein bestätigte nach den Zahlen genauso wie Merrill Lynch und die HVB ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Die Quartalszahlen boten jedoch auch keine positive Überraschung, die den Kurs kurzfristig nach oben treiben könnte, lautete der Tenor der Analysten. Die Experten der Deutschen Bank bleiben bei ihrer "Hold"-Bewertung. Die zögerliche Entwicklung in Europa sowie die Neueinstellungen könnten auf die Margen drücken, schreiben die Experten in einer Studie.

Finanzvorstand Werner Brandt kündigte an, dass SAP bis Jahresende 2.500 neue Mitarbeiter einstellen will. Bisher waren etwa 1.500 geplant. Dies habe jedoch keinen Einfluss auf die Gewinnprognosen. "Das haben wir bereits berücksichtigt", sagte Brandt.

Quartalszahlen UND Jahresprognose

Im zweiten Quartal legte der operative Gewinn auf Proforma-Basis (ohne Aufwendungen für aktienbezogene Vergütungsprogramme und akquisitionsbedingte Kosten) um zehn Prozent auf 428 Millionen Euro zu. Je Aktie ergab dies einen Anstieg von 0,81 auf 0,87 Euro.

Für das laufende Jahr geht SAP hier weiter von einem Wert zwischen 4,20 und 4,30 Euro (Vorjahr 3,84) aus. SAP bestätigte zudem die Prognose für die operative Proforma-Marge und geht hier weiter von einem Anstieg um einen Prozentpunkt auf etwa 28 Prozent aus. Der Gesamtumsatz legte neun Prozent um 1,781 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich verdiente SAP 249 Millionen Euro und damit 14 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Erste Signale Einer Stabilisierung IN Euroopa

Kagermann sieht in Europa Signale für eine Stabilisierung des Geschäfts bei einem gedämpften Marktumfeld. "SAP wird wie geplant weiterhin in Forschung und Entwicklung investieren und die Vertriebsmannschaft ausbauen, um Marktchancen in Marktanteile umzusetzen." Zwischen April und Juni steigerte SAP nach eigenen Angaben den Marktanteil beim währungsbereinigten Lizenzumsatz im Vergleich zu den vier wichtigsten Wettbewerbern (Microsoft < Msft.NAS > < MSF.FSE > , Oracle < Orcl.NAS > < ORC.FSE > , Peoplessoft < Psft.NAS > < PSF.FSE > , Siebel < Sebl.NAS > < SST.FSE > ) im Quartalsvergleich um einen Prozentpunkt auf 55 Prozent.

Nach Aussagen des Vertriebsvorstands Leo Apotheker hält der Preisdruck in der Branche an. Die durchschnittliche Vertragsgröße habe sich allerdings stabilisiert. Kagermann sagte, dies sei auf größere Abschlüsse sowie einen Rückgang der Preisnachlässe zurückzuführen. Die Ausrichtung liege nach wie vor auf der Anzahl der Vertragsabschlüsse.

Wegen der Zurückhaltung der Unternehmen ging das Volumen der Abschlüsse zuletzt meist zurück. Die SAP-Aktie beschleunigte am Nachmittag seine Talfahrt und verlor bis zum Nachmittag fast vier Prozent auf 123,08 Euro. Das Papier fiel damit auf das Niveau von Anfang Juli vor Bekanntgabe der Eckdaten für das Quartal zurück.

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