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Roundup 2: Schering hebt nach Umsatz- und Ergebnisplus EPS-Prognose 2004 an

Der Berliner Pharmakonzern Schering hat nach einem Umsatz- und Ergebnisanstieg im dritten Quartal seine Prognose für den Gewinn pro Aktie im laufenden Geschäftsjahr angehoben.

dpa-afx BERLIN. Der Berliner Pharmakonzern Schering hat nach einem Umsatz- und Ergebnisanstieg im dritten Quartal seine Prognose für den Gewinn pro Aktie im laufenden Geschäftsjahr angehoben. "Wir erhöhen unsere EPS-Prognose von 2,26 auf 2,35 Euro", sagte Vorstandschef Hubertus Erlen am Donnerstag in Berlin.

Gründe für die höhere Gewinnprognose sind eine günstigere Steuerquote und steigende Umsätze mit der Anti-Baby-Pille Yasmin. Die Steuerquote lag in diesem Quartal bei 32 Prozent im Vergleich zu 42 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. An der Börse legte die Schering-Aktie 0,80 Prozent auf 50,55 Euro zu. Die Analysten der Dresdner Bank bestätigte Schering mit einem Kursziel von 56 Euro.

Schering rechnet in 2004 weiterhin mit einem Betriebsergebnis von mehr als 700 Mill. Euro und einem Umsatzwachstum in lokalen Währungen im mittleren einstelligen Bereich. In diesem Betrag seien bereits Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen von mehr als 50 Mill. Euro enthalten. "Davon entfallen etwa 40 Mill. auf die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen der Focus-Initiative", sagte Erlen. Zugleich senkte das Berliner Traditionsunternehmen vor dem Markteintritt des Konkurrenzproduktes Antegren von Biogen und Elan seine Umsatzprognose für das Hauptprodukt Betaferon.

Ergebnis Steigt UM 27 Prozent IM Dritten Quartal

Angetrieben von einem Umsatzplus von 60 Prozent auf 122 Mill. Euro bei Yasmin im dritten Quartal steigerte Schering den Umsatz wechselkursbereinigt um fünf Prozent auf 1,235 Mrd. Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten mit 1,25 Mrd. Euro gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um zehn Prozent auf 182 Mill. Euro, während der Überschuss um 27 Prozent auf 123 Mill. Euro anstieg. Beim Ebit hatten die Experten 184,1 Mill. und beim Überschuss 111,4 Mill. Euro erwartet.

Betaferon-Prognose Gesenkt

Schering senkte seine Prognose für Betaferon vor dem Markteintritt des Konkurrenzproduktes Antegren, das nach Analystenschätzungen 2005 auf den US-Markt kommen soll. "Für 2004 erwarten wir ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich", sagte Erlen, der sich noch nicht zu der Umsatzerwartung für 2005 äußern wollte.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA wird am 25 November über die Zulassung von Antegren in den USA entscheiden. Finanzvorstand Jörg Spiekerkötter unterstrich jedoch, dass die Zeiten zweistelliger Wachstumsraten eher vorbei sein dürften. Bisher habe aber noch niemand die Studiendaten zu Antegren gesehen. Antegren wird von den Biotech-Unternehmen Biogen/Idec und Elan Corporation PLC hergestellt. Der MS-Markt könnte jedoch durch ein neues Produkt wachsen, so Erlen. Im dritten Quartal setzte Schering mit Betaferon 205 Mill. Euro um, ein Plus von 4,3 Prozent.

Yasmin - Umsatz Über DEN Bisherigen 400 MIO Euro

Mit seinem neuen Kassenschlager Yasmin erwartet Schering deutlich mehr als die ursprünglich für 2004 erwarteten 400 Mill. Euro Umsatz, sagte Schering-Chef Erlen. Für sein neues Krebsmedikament Bonefos möchte Schering erst nach der Aussage der FDA im ersten Halbjahr 2005 eine Umsatzschätzung abgeben. Zugleich bestätigte Schering das Ziel seine Ebit-Marge, die durch den schwachen Dollar und die Kosten der Gesundheitsreform unter Druck geraten war, bis 2006 auf 18 Prozent zu steigern.

Der Konzern hatte ein Sparprogramm mit dem Namen "Focus" aufgelegt, um die Ertragskraft deutlich zu steigern. Schering will dies durch Stellenabbau, Schließung von Produktionsbetrieben und eine Fokussierung auf gewinnträchtige Sparten erreichen. Die Streichung von 1 100 Stellen wurde bereits vertraglich vereinbart, weitere 900 Stellen sollen bis 2006 eingespart werden.

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