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Roundup 2 Siemens: VA Tech-Deal scheiterte an Management und Zeitnot

München/Wien (dpa-AFX/APA) - Der Münchener Elektrokonzern Siemens hat das Scheitern der geplanten VA Tech -Übernahme bedauert und dafür den Widerstand des Managements und Zeitnot verantwortlich gemacht. Die Wiener Bundesregierung habe durch ihre Einmischung dem Aktienmarkt schwer geschadet. Am Ende der Verhandlungen sei Siemens sogar bereit gewesen, bis auf die Sparte Kraftwerksbau den gesamten Konzern zu übernehmen, sagte Siemens-Österreich-Chef Albert Hochleitner am Donnerstag in Wien. Einen neuen Anlauf werde es auf keinen Fall geben.

München/Wien (dpa-AFX/APA) - Der Münchener Elektrokonzern Siemens hat das Scheitern der geplanten VA Tech-Übernahme bedauert und dafür den Widerstand des Managements und Zeitnot verantwortlich gemacht. Die Wiener Bundesregierung habe durch ihre Einmischung dem Aktienmarkt schwer geschadet. Am Ende der Verhandlungen sei Siemens sogar bereit gewesen, bis auf die Sparte Kraftwerksbau den gesamten Konzern zu übernehmen, sagte Siemens-Österreich-Chef Albert Hochleitner am Donnerstag in Wien. Einen neuen Anlauf werde es auf keinen Fall geben.

Die von Politikern, Gewerkschaften und Betriebsrat geschürte Angst vor einem massiven Arbeitsplatzabbau sei unrealistisch gewesen: "Wir hätten gar keine abgebaut - mit Ausnahme der normalen Rationalisierung, die Jahr für Jahr läuft", sagte der Manager. Eine feindliche Übernahme sei nie in Frage gekommen: "Das tut Siemens nicht". Die Sparte Hydro (Kraftwerksbau) sei für den Investor Mirko Kovats, der 12,53 % der VA-Tech-Aktien besitzt, vorgesehen gewesen.

Siemens: VA Tech HAT Chance Verpasst

Die Übernahme sei auch aus Zeitmangel gescheitert. Siemens habe erst seit Ende Juni an einem Übernahmekonzept gearbeitet und habe keine Zeit gehabt, um die politischen Bedenken zu zerstreuen. Die Ablehnung des VA Tech-Managements sei unverständlich. "Ich glaube nicht, dass es jetzt noch einen strategischen Investor gibt, der die VA Tech so übernimmt, wie sie ist", sagte Hochleitner.

Siemens ist damit nach dem durch die französische Regierung verhinderten Alstom-Einstieg erneut wegen politischer Widerstände bei einer bedeutenden Transaktion gescheitert. Die Linzer VA Technologie AG setzte 2003 mit 17 000 Beschäftigten knapp vier Mrd. ? um und gilt als Österreichs größter Technologie-Konzern. VA Tech, an dem der Staat noch mit 15 % beteiligt ist, erwartet für 2004 einen Netto-Verlust von 65 Mill. bis 70 Mill. ?.

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