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Roundup 2: Tank & Rast soll an die Börse gehen - Verkauf aber nicht vom Tisch

Die Autobahnraststätten-Gesellschaft Tank & Rast soll an die Börse gebracht werden. Das teilten die Deutsche Lufthansa als eine der Eigentümerinnen und das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Vorstandschef der Tank & Rast Holding AG, Karl-H.

dpa-afx BONN/FRANKFURT. Die Autobahnraststätten-Gesellschaft Tank & Rast soll an die Börse gebracht werden. Das teilten die Deutsche Lufthansa als eine der Eigentümerinnen und das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Vorstandschef der Tank & Rast Holding AG, Karl-H. Rolfes, erklärte in Bonn, das Unternehmen sei "für einen Börsengang bestens vorbereitet". Er verwies auf ein erfolgreiches Geschäftsmodell mit modernisierten Anlagen und stabilen Erträgen. Ein kurzfristiger Verkauf sei aber auch noch möglich und nicht vom Tisch, hieß es aus dem Unternehmen. Tank & Rast ist der führende Anbieter und Betreiber von Autobahn-Rastanlagen in Deutschland.

Die Erklärungen zu einem Börsengang erfolgten nach Spekulationen über einen Verkauf. Der ehemalige Bäckerei-Unternehmer Heiner Kamps und der britische Finanzinvestor Terra Firma sollen Milliardenangebote abgegeben haben. Parallel zu der Börsenvorbereitung soll die US-Investmentbank Goldman Sachs einen Verkaufsprozess organisiert haben. Tank & Rast und Lufthansa wollten sich zu diesen Berichten nicht äußern. Ungeachtet der Planungen für den Gang an den Kapitalmarkt sei jedoch auch ein Verkauf "nach wie vor nicht auszuschließen", sagte ein Sprecher von Tank & Rast.

Börsengang Noch IN 2004?

Der Börsengang könnte "noch in diesem Jahr" über die Bühne gehen, hieß es. Die Gesellschafter und das Unternehmen hätten "die Prüfung der Alternativen und die Vorbereitungen für einen Börsengang weitgehend abgeschlossen", teilte Tank & Rast mit. Rolfes stellte eine "attraktive Dividendenrendite" in Aussicht. Die Börseneinführung wird von den Investmenthäusern Dresdner Kleinwort Wasserstein und Cazenove begleitet. Weitere Einzelheiten über die genaue Terminplanung, die Preisspanne oder das Emissionsvolumen wurden nicht genannt.

Neben Lufthansa (30,6 Prozent) sind Apax Fonds und nahestehende Investoren sowie die Allianz-Tochter Capital Partners weitere Eigentümer. Die Lufthansa will nach eigenen Angaben zusammen mit den anderen Gesellschaftern "einen Börsengang einleiten". Mit dem Börsengang soll über eine Kapitalerhöhung auch die Eigenkapitalbasis von Tank & Rast gestärkt und mehr Spielraum für die Weiterentwicklung geschaffen werden. Tank & Rast betreibt mit seinen Pächtern insgesamt 719 Serviceeinrichtungen auf Autobahnen.

Rolfes verwies auf ein stabil wachsendes Geschäft in den vergangenen Jahren. Die Investitionen in neue Gastronomiekonzepte seit 2001 hätten sich bei Umsatz- und Ertrag positiv ausgewirkt. Damit habe auch der durch die hohen Benzinpreise verursachte Umsatzrückgang aus Entgelten von der Mineralölindustrie überkompensiert werden können.

In den ersten neun Monaten 2004 habe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschriebungen (Ebitda) rund 97,8 Mill. Euro (2003: 97,4) betragen, teilte das Unternehmen mit. Der Überschuss lag bei 11,1 Mill. Euro (Vergleichszeitraum 2003: 3,6 Mill. Euro). Der Umsatz legte um 2,3 Prozent auf 156,9 Mill. Euro zu.

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