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Roundup 2: Unilever senkt Prognose für 2004 - Aktien der Branche im Minus

Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever hat überraschend seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt und damit die Aktien der Branche auf Talfahrt geschickt. "Die gesenkte Prognose von Unilever trübt etwas das Branchensentiment und belastet auch den Henkel-Kurs", sagte Analyst Michael Otto von Helabatrust. Die Aktie von Unilever büßte am frühen Nachmittag 6,18 % auf 46,78 € ein. Das Papier des Düsseldorfer Konkurrenten Henkel büßte am frühen Nachmittag 3,17 % auf 60,15 € ein. Ein Henkel-Sprecher betonte aber, dass die eigene Prognose für 2004 weiterhin bestehe.

dpa-afx AMSTERDAM. Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever hat überraschend seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt und damit die Aktien der Branche auf Talfahrt geschickt. "Die gesenkte Prognose von Unilever trübt etwas das Branchensentiment und belastet auch den Henkel-Kurs", sagte Analyst Michael Otto von Helabatrust. Die Aktie von Unilever büßte am frühen Nachmittag 6,18 % auf 46,78 ? ein. Das Papier des Düsseldorfer Konkurrenten Henkel büßte am frühen Nachmittag 3,17 % auf 60,15 ? ein. Ein Henkel-Sprecher betonte aber, dass die eigene Prognose für 2004 weiterhin bestehe.

Auch Beiersdorf bestätigte seine Prognose für 2004, verlor aber 3,26 % auf 77,97 ?. Groupe Danone gaben 1,86 % auf 63,30 ? nach. Nestle büßten 0,68 % auf 291,50 Franken ein.

Unilever senkte die Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Statt eines Anstiegs des Gewinns je Aktie im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet Unilever nur noch ein Plus im niedrigen einstelligen Bereich.

Schlechtes Wetter IN Nordeuropa Drückt Absatz

Das Unternehmen mit Marken wie "Dove", "Knorr" oder "Lipton Ice Tea" habe unter anderem wegen des schlechten Wetters in Nordeuropa weniger Eis und Eistee verkauft, hieß es zur Begründung der reduzierten Prognose. Die Geschäfte seien im Juli und August unter den Erwartungen geblieben. Zudem habe ein schwächeres Verbrauchervertrauen zu einem Rückgang beim Verkauf von Körperpflegeprodukten und Haushaltsprodukten in Westeuropa geführt. In Asien gebe es weiterhin einen heftigen Wettbewerb auf wichtigen Märkten für Haarpflegeprodukte und Waschmittel.

Das EPS im dritten Quartal wird Unilever zufolge nun unter dem Wert des Vorjahresquartals liegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal werde voraussichtlich auch die Bruttomarge niedriger sein, hieß es weiter. Die Entwicklung der führenden Marken werde im dritten Quartal unter der des zweiten Quartals liegen. Im Juli war der Konzern davon ausgegangen, dass der Markenabsatz in der zweiten Jahreshälfte über dem der ersten sechs Monate liegt.

Werbeanstrengungen FÜR Marken Werden Beibehalten

Im weiteren Verlauf des Jahres will Unilever seine Werbeanstrengungen für einzelne Marken beibehalten, in einigen Regionen sogar verstärken. Bei den Ergebnissen beim Konzernumbau und den Kosteneinsparungen liegt das Unternehmen nach eigenen Angaben weiter im selbst aufgestellten Plan.

Unilever befindet sich derzeit im Endstadium eines fünfjährigen Umbau- und Wachstumsprogramms. Geplant ist dabei neben Stellenstreichungen und Werksschließungen auch die Reduzierung der Anzahl der Marken.

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