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Roundup 2: US-Wirtschaft schafft im Juli nur 32.000 neue Stellen

(dpa-AFX) Washington - Nach dem enttäuschenden Stellenzuwachs im Juli erwarten Experten eine Abschwächung des US-Wirtschaftswachstums in der zweiten Jahreshälfte. Einige Volkswirte rechnen damit, dass sich die US-Notenbank deshalb mehr Zeit für weitere Zinserhöhungen lässt.

(dpa-AFX) Washington - Nach dem enttäuschenden Stellenzuwachs im Juli erwarten Experten eine Abschwächung des US-Wirtschaftswachstums in der zweiten Jahreshälfte. Einige Volkswirte rechnen damit, dass sich die US-Notenbank deshalb mehr Zeit für weitere Zinserhöhungen lässt.

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei im Juli um 32.000 zum Vormonat gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das ist der niedrigste Zuwachs in diesem Jahr. Volkswirte hatten mit einem deutlich höheren Anstieg von 235.000 gerechnet. Gleichzeitig wurde der Anstieg im Juni auf 78.000 nach unten revidiert (Erstschätzung: 112.000).

Enttäuschende Zahlen

"Die Zahlen sind sehr enttäuschend und signalisieren eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums im dritten Quartal", sagte Thomas Hofmann von der Allianz Group. "Offensichtlich macht sich auch schon der gestiegene Ölpreis bemerkbar." Volkswirt Rudolf Besch von der Dekabank sieht die US-Wirtschaft zwar weiter auf Wachstumskurs. Die Dynamik werde sich in den kommenden Quartalen aber deutlich abschwächen.

Der Eurokurs < Eurous.FX1 > schnellte nach Bekanntgabe der Daten um knapp zwei US-Cent auf 1,2226 Dollar in die Höhe. Bei den deutschen Anleihen stieg der richtungsweisende Euro-Bund-Future um knapp einen Punkt auf 115,70 Punkte. An Aktienmärkten < DAX.ETR > < Indu.IND > weltweit sorgte der enttäuschende Arbeitsmarkt für starke Kursabschläge.

Arbeitslosenquote Sinkt

Die für Dienstag erwartete leichte Anhebung der Leitzinssätze durch die US-Notenbank wird nach Ansicht von Wirtschaftsexperten von den enttäuschenden Zahlen nicht tangiert. Der Zinserhöhungsprozess werde aber in den kommenden Monaten gemäßigter als bisher erwartet aus, sagte Allianz-Volkswirt Hofmann.

Wie das US-Arbeitsministerium außerdem mitteilte, ist die Arbeitslosenquote im Juli gesunken. Sie sei von 5,6 Prozent auf 5,5 Prozent zurückgegangen. Von AFX News befragte Volkswirte hatten mit einer Stagnation der Quote gerechnet.

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