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Roundup 2: Versicherer erwarten geringe Belastung durch Beben in Südostasien

Die Auswirkungen des verheerenden Bebens in Südostasien auf die Jahresergebnisse der Versicherer dürften sich laut ersten Einschätzungen in Grenzen halten.

dpa-afx FRANKFURT. Die Auswirkungen des verheerenden Bebens in Südostasien auf die Jahresergebnisse der Versicherer dürften sich laut ersten Einschätzungen in Grenzen halten. So erwartet der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück geringere Schadenskosten als bei den diesjährigen Wirbelstürmen in den USA und der Karibik. Die Hannover Rückversicherung rechnet mit Kosten im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und will ihre Ergebnisprognose für 2004 aufrechterhalten. Die Allianz erwartet "keine signifikanten Auswirkungen" der Katastrophe auf das Ergebnis.

Die Belastungen dürften geringer sein als bei den US-Hurrikanen, da in den meisten betroffenen Ländern das Erdbeben- und Riesenwellen-Risiko nicht in die Grunddeckung von Versicherungen eingeschlossen sei, sagte eine Sprecherin der Münchener Rück am Montag. Die US-Wirbelstürme hatten das Unternehmen in diesem Jahr mit 459 Mill. Euro belastet. Genauere Angaben zur Größenordnung der Kosten will der Konzern im Laufe der Woche machen.

DIE Schlimmste Tsunami-Welle Seit 100 Jahren

Nach Angaben der Experten von der Münchener Rück handelte es sich um das stärkste Erdbeben seit 40 Jahren und um die schlimmste Tsunami-Welle seit etwa 100 Jahren. Laut Medienberichten sind bei den durch ein Beben ausgelösten Flutwellen in Südostasien mehr als 22 000 Menschen ums Leben gekommen.

An der Prognose eines Überschusses von 300 Mill. im Gesamtjahr 2004 ändere durch die zu erwarteten Schadenskosten nichts, sagte ein Sprecher der Hannover Rück. "Wir hatten ein Budget für Katastrophenschäden im vierten Quartal, und da ist nichts überschritten." Zudem handele sich bei dem niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag um eine eher konservative Schätzung, die wahrscheinlich nicht mehr nach oben korrigiert werde.

Aktien DER Versicherer Geben Nach

"Die finanziellen Folgen für Versicherer und Rückversicherer dürften nicht sehr gravierend sein", sagte ein Analyst. Nach ersten Erkenntnissen seien eher Touristikeinrichtungen und nicht so sehr Industrieanlagen betroffen. Deshalb dürften die Touristikveranstalter die Folgen des Bebens stärker zu spüren bekommen.

Titel der Allianz verloren am Montag im Xetra-Handel 0,87 Prozent auf 97 Euro, und die Papiere der Münchener Rück waren mit einem Minus von 1,64 Prozent auf 90 Euro der Tagesverlierer im Dax. Im MDax beendeten die Papiere der Hannover Rück den Handel um 0,14 Prozent tiefer bei 28,83 Euro. Ingesamt verlor der Xetra-Dax 0,38 Prozent auf 4 235,36 Punkte und der MDax gab 0,07 Prozent auf 5 364,19 Zähler nach.

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