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Roundup 2: VW denkt über zweiten günstigen Kleinwagen nach

Europas größter Autokonzern VW will nach Brancheninformationen neben der Markteinführung des Kleinwagens Fox in Europa künftig ein weiteres preisgünstiges Auto anbieten. Details wurden am Freitag jedoch noch nicht bekannt. VW hatte zuvor angekündigt, den in Brasilien produzierten Fox in Europa ab dem Frühjahr 2005 für unter 10 000 € anbieten zu wollen. Günstige Einstiegsmodelle könnten für VW ein Weg sein, der Absatzflaute zu begegnen. Europaweit wird ein Absatzpotenzial von jährlich 100 000 Wagen erwartet. Derzeit ist der Lupo mit einem Grundpreis von 10 150 € das günstigste Modell der Marke VW.

dpa-afx WOLFSBURG. Europas größter Autokonzern VW will nach Brancheninformationen neben der Markteinführung des Kleinwagens Fox in Europa künftig ein weiteres preisgünstiges Auto anbieten. Details wurden am Freitag jedoch noch nicht bekannt. VW hatte zuvor angekündigt, den in Brasilien produzierten Fox in Europa ab dem Frühjahr 2005 für unter 10 000 ? anbieten zu wollen. Günstige Einstiegsmodelle könnten für VW ein Weg sein, der Absatzflaute zu begegnen. Europaweit wird ein Absatzpotenzial von jährlich 100 000 Wagen erwartet. Derzeit ist der Lupo mit einem Grundpreis von 10 150 ? das günstigste Modell der Marke VW.

Trotz der jüngsten Rückschläge bei den Neuzulassungen sieht VW aber keinen Bedarf für erneute Produktionskürzungen. "Im Moment sieht unsere Programmplanung keine weiteren Kürzungen vor", sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder in der Mitarbeiterzeitung "Autogramm". Ganz auszuschließen sei dieser Schritt zukünftig aber nicht. Angesichts der unsicheren Konjunkturlage seien zuverlässige Prognosen nicht möglich: "Ob wir wollen oder nicht, wir müssen derzeit auf Sicht fahren."

Marktanteile Verloren

Erst in diesem Sommer hatte VW wegen der Flaute auf dem Automarkt die Werksferien um eine Woche verlängert. Nach der Zulassungstatistik des Kraftfahrtbundesamts (KBA) schrumpfte der Marktanteil der VW-Gruppe im August von 30,3 auf 29,9 %. Die Neuzulassungen der Marke VW brachen um 26,6 % ein. Der Auftragseingang im August habe mit 40 000 Fahrzeugen aber schon wieder um acht Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen, erklärte VW.

Große Probleme räumte der VW-Chef im US-Geschäft ein: "Mit einem Auto, das wir zum Beispiel von Deutschland in die USA exportieren, können wir derzeit keinen Euro verdienen". Um dies zu ändern, werde das Modell Bora/Jetta künftig stärker im Dollarraum produziert (Mexiko). Vom vier Mrd. ? schweren Sparprogramm Formotion haben die Wolfsburger bis Ende Juli 473 Mill. ? umgesetzt.

Hoffen AUF Positiven Tarifabschluss

Zu den Kostensenkungen gebe es keine Alternative, sagte Pischetsrieder. VW habe seit Jahren einen negativen Cash-Flow: "Das heisst, wir leben momentan über unsere Verhältnisse." Zur am 15. September beginnenden Tarifrunde meinte er: "Ich hoffe für alle auf ein Ergebnis, das finanziellen Erfolg und damit Arbeitsplätze nachhaltig sichert." Der Konzern dürfe nicht darauf warten, "bis uns das Wasser bis zum Hals steht".

Pischetsrieder befürchtet nicht, dass die neue Mercedes A-Klasse und der BMW 1er den Golf gefährden können. "Ich glaube nicht, dass die beiden Wettbewerbermodelle uns beim Absatz des Golf behindern werden." Das US-Geschäft werde sich 2005 mit den Modellanläufen bei Passat und Bora/Jetta erholen. In Europa und Deutschland will VW mit dem in Südamerika erfolgreichen Fox wieder ein Auto unter 10 000 ? anbieten.

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