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Roundup 2: VW geht in China in die Offensive - GemeinschaftsunternehmenDPA-Datum: 2004-07-14 12:47:16

(dpa-AFX) Wolfsburg/Peking - Der Autobauer Volkswagen < VOW.ETR > geht nach Absatzproblemen auf seinem wichtigsten Auslandsmarkt China in die Offensive. Zusammen mit seinem chinesischen Partnerunternehmen errichtet VW zwei neue Werke, in denen Fahrwerkskomponenten und Motoren gefertigt werden. Die Zahl der Werke erhöht sich damit auf fünf. Zudem will Volkswagen in China seine Modellpalette erweitern, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte.

(dpa-AFX) Wolfsburg/Peking - Der Autobauer Volkswagen < VOW.ETR > geht nach Absatzproblemen auf seinem wichtigsten Auslandsmarkt China in die Offensive. Zusammen mit seinem chinesischen Partnerunternehmen errichtet VW zwei neue Werke, in denen Fahrwerkskomponenten und Motoren gefertigt werden. Die Zahl der Werke erhöht sich damit auf fünf. Zudem will Volkswagen in China seine Modellpalette erweitern, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte.

Die millionenschweren Investitionen sind Teil von bereits länger bekannten Plänen von VW, bis 2008 in China zusammen mit seinen lokalen Partnern 5,3 Milliarden Euro zu investieren. Damit will VW seine Position als Marktführer in China verteidigen. Zuletzt hatte der Autobauer in China in einem stärker werdenden Wettbewerb stetig Marktanteile verloren. VW blieb 2004 bisher deutlich hinter der Marktentwicklung zurück und musste bei Preissenkungen mitziehen.

Das für China zuständige VW-Vorstandsmitglied Folker Weißgerber unterzeichnete am Dienstag im chinesischen Changchun mit dem Präsidenten des Partners First Automotive Works (FAW) mehrere Abkommen, mit denen die gemeinsamen Aktivitäten verstärkt werden sollen.

Grundstein FÜR EIN Neues Komponentenwerk

Am Mittwoch wurde im chinesischen Changchun der Grundstein für ein neues Komponentenwerk gelegt. Von Ende 2005 an sollen dort etwa Hinter- und Vorderachsen für neue Modelle der VW-Palette wie Caddy, Bora oder Touran produziert werden. Investiert werden umgerechnet rund 150 Millionen Euro. An dem Joint Venture hält VW 60 Prozent, FAW 40 Prozent.

In einem weiteren Gemeinschaftsunternehmen wollen FAW und Volkswagen ab 2006 in der chinesischen Hafenstadt Dalian Motoren bauen. Zudem wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Modellpalette um eine neue Produktreihe zu erweitern. Welche dieses ist, wollte ein VW-Sprecher nicht sagen. Es gebe noch keine Entscheidung. Ferner steigt VW in China in den Markt der leichten Nutzfahrzeuge ein. Ein entsprechender Lizenzvertrag sieht den Bau etwa von VW Multivan vor.

VW IN China Einen Marktanteil VON 25 Prozent

In den ersten fünf Monaten 2004 erreichte VW in China einen Marktanteil von 25 Prozent. Im Juni schrumpfte dieser sogar auf 16 Prozent, wie das "Handelsblatt" am Mittwoch berichtete. Ein VW - Sprecher bestätigte diese Zahlen nicht. 2003 hatte VW in China noch einen Marktanteil von 30,8 Prozent nach 38,3 Prozent im Jahr zuvor.

2003 lieferte VW in China rund 700 000 Fahrzeuge aus. Damit war China für den VW-Konzern vor den USA der wichtigste Auslandsmarkt. Größter Einzelmarkt weltweit ist Deutschland.

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