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Roundup 2: VW kündigt Warnstreiks an - Montag soll Arbeit zeitweise ruhen

Die IG Metall erhöht den Druck auf Volkswagen und setzt die Warnstreiks fort: Am Montag wollen mehrere tausend Beschäftigte die Arbeit in den VW-Werken Salzgitter und Braunschweig zeitweise niederlegen. Ob es auch an anderen Standorten Protestaktionen gibt, stand zunächst noch nicht fest.

dpa-afx BRAUNSCHWEIG. Die IG Metall erhöht den Druck auf Volkswagen und setzt die Warnstreiks fort: Am Montag wollen mehrere tausend Beschäftigte die Arbeit in den VW-Werken Salzgitter und Braunschweig zeitweise niederlegen. Ob es auch an anderen Standorten Protestaktionen gibt, stand zunächst noch nicht fest. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen hatten sich in der Nacht rund 4 000 Arbeiter in Hannover, Kassel und Braunschweig an ersten Warnstreiks beteiligt.

VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder betonte unterdessen in Peking, der Konzern werde an seiner Forderung nach einer Nullrunde festhalten. ""Es kann in niemandes Interesse sein, dass es tatsächlich zum Streik kommt", sagte der VW-Chef. "Auf der anderen Seite muss jetzt einfach der Einstieg in die Kostenreduzierung stattfinden."

'Keine Grundlegende Annäherung'

Volkswagen dürfe nicht in eine Situation kommen, wo Standorte geschlossen und Personal abgebaut werden müsse. Zur Forderung der Gewerkschaft nach Arbeitsplatzgarantien sagte der VW-Chef, die Kosten in Deutschland müssten mit anderen Standorten wettbewerbsfähig sein. "Die Beschäftigung als solche können nur die Kunden garantieren, in dem sie unsere Autos kaufen", erklärte Pischetsrieder.

Bei der fünften Tarifrunde hatte es am Vortag in Hannover keine grundlegende Annäherung zwischen beiden Tarifparteien gegeben. Nach Angaben der Gewerkschaft will VW die Löhne nicht nur für ein Jahr, sondern für mehrere Jahre einfrieden. Die IG Metall fordert vor allem eine Arbeitsplatzgarantie in einem Tarifvertrag. Die Verhandlungen für die rund 103 000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen VW - Werken sollen am Montag fortgesetzt werden./

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