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Roundup 2: VW muss Leaseplan-Anteil selbst finanzieren - kein Aktiendeal

Der Volkswagen-Konzern ist mit seinem Plan gescheitert, den 50-Prozent-Einstieg beim größten europäischen Auto-Leasing-Anbieter Leaseplan durch den Verkauf eigener Aktien an das Emirat Abu Dhabi zu finanzieren. Die Gespräche seien eingestellt worden, weil man sich nicht über den Kaufpreis eines Aktienpakets von 9,8 % des Kapitals habe einigen können, teilte VW am Mittwoch mit. Beide Seiten bedauerten diesen Schritt. Der alternativen Finanzierung aus dem laufenden Geschäft habe der Aufsichtsrat bereits im April zugestimmt.

dpa-afx WOLFSBURG. Der Volkswagen-Konzern ist mit seinem Plan gescheitert, den 50-Prozent-Einstieg beim größten europäischen Auto-Leasing-Anbieter Leaseplan durch den Verkauf eigener Aktien an das Emirat Abu Dhabi zu finanzieren. Die Gespräche seien eingestellt worden, weil man sich nicht über den Kaufpreis eines Aktienpakets von 9,8 % des Kapitals habe einigen können, teilte VW am Mittwoch mit. Beide Seiten bedauerten diesen Schritt. Der alternativen Finanzierung aus dem laufenden Geschäft habe der Aufsichtsrat bereits im April zugestimmt.

VW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte erst kürzlich erneut den negativen Cash-Flow bei Europas größtem Autobauer beklagt. Analyst Rolf Woller von der Hypovereinsbank meinte, die Netto-Liquidität von VW sei aber ausreichend, das Geschäft zu finanzieren. "Die Frage ist nur, wie bewerten die Rating-Agenturen den Liquiditätsabfluss." Auch auf das Zinsergebnis könnten sich die Leaseplan-Kosten auswirken.

Knackpunkt Aktienkurs

Den Kaufpreis von zwei Mrd. ? sollten ursprünglich die ausländischen Investoren zahlen, die von VW im Gegenzug im Eigenbesitz gehaltene Anteile bekommen hätten. VW betonte, es gebe mit dem Emirat nach wie vor "vielversprechende Perspektiven für eine weitere intensive, nachhaltige und für alle Beteiligten vorteilhafte Zusammenarbeit".

Als Knackpunkt in den Verhandlungen erwies sich der verschlechterte Aktienkurs von VW. Als das Geschäft vor wenigen Monaten angekündigt wurde, hätten die Wolfsburger lediglich etwa 6,5 % der Aktien abgeben müssen. Wegen des Kursverfalls des VW-Titels stieg der Anteil nun auf 9,8 %. VW wollte die Papiere jedoch in keinem Falle zum aktuellen Kursniveau abgeben.

Dazu meinte Analyst Woller: "Es ist doch ein gutes Zeichen, dass das Management die Aktien nur für 40 ? hergeben wollte. Sie glauben an die Kursentwicklung." Am Mittwochnachmittag verlor die Aktie 2,91 % auf 32,39 ?.

ABN Amro Verkaufte Leaseplan

An der vereinbarten Leaseplan-Gesellerschafterstruktur wird aber nicht gerüttelt: VW übernimmt 50 %, die beiden durch Tochtergesellschaften vertretenen Co-Investoren, die private saudische Olayan-Gruppe, sowie die im Besitz des Emirats Abu Dhabi befindliche Mubadala Development Company, werden jeweils 25 % halten.

Die niederländische Großbank ABN Amro hatte sich im Sommer auf den Verkauf von Leaseplan Corporation N.V. (Almere-Stad) mit dem Konsortium um VW geeinigt. Leaseplan hatte in den ersten sechs Monaten seinen Gewinn im Vorjahresvergleich um 23 % auf 99,9 Mill. ? gesteigert. Das Volumen des Leasing-Bestands wuchs im gleichen Zeitraum um 351 Mill. ? auf 10,1 Mrd. ?. Leaseplan betreut eine Flotte von 1,2 Mill. Fahrzeugen.

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