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Roundup 2: Wirbel um TUI - Reisekonzern schließt Übernahmeversuch nicht aus

(dpa-AFX) Hannover/Frankfurt/Moskau - Wirbel um TUI < TUI.ETR > : Europas größter Reisekonzern hat am Donnerstag einen Übernahmeversuch nicht ausgeschlossen. Das Unternehmen wisse "definitiv nicht", welche Absicht hinter der deutlichen Aufstockung der TUI-Beteiligung der Investmentbank Morgan Stanley stecke, sagte Vorstandschef Michael Frenzel am Rande eines Besuchs in Moskau. Ein Übernahmeversuch könne nicht ausgeschlossen werden. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Morgan Stanley die Beteiligung an TUI auf 10,1 Prozent verdoppelt hat. "Es gab keine Vorwarnung", sagte Frenzel.

(dpa-AFX) Hannover/Frankfurt/Moskau - Wirbel um TUI < TUI.ETR > : Europas größter Reisekonzern hat am Donnerstag einen Übernahmeversuch nicht ausgeschlossen. Das Unternehmen wisse "definitiv nicht", welche Absicht hinter der deutlichen Aufstockung der TUI-Beteiligung der Investmentbank Morgan Stanley stecke, sagte Vorstandschef Michael Frenzel am Rande eines Besuchs in Moskau. Ein Übernahmeversuch könne nicht ausgeschlossen werden. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Morgan Stanley die Beteiligung an TUI auf 10,1 Prozent verdoppelt hat. "Es gab keine Vorwarnung", sagte Frenzel.

An der Börse gehörte die TUI-Aktie am Donnerstag bis zum späten Nachmittag mit einem Plus von 5,10 Prozent auf 13,60 Euro zu den Spitzenreitern im Aktienindex DAX < DAX.ETR > .

Negative Entwicklung

Frenzel sagte, die negative Entwicklung der TUI-Aktie in den vergangenen Monaten entspreche nicht der operativen Entwicklung des Unternehmens. Mit Blick auf die Bekanntgabe der Halbjahreszahlen am 12. August sagte der TUI-Chef: "Da wird es keine negativen Überraschungen geben."

Laut TUI und der Westlb stammen die neuen Anteile von Morgan Stanley nicht von der Landesbank. Die Westlb will ihr TUI-Paket über rund 31 Prozent zwar verkaufen. Zuletzt hieß es aber, die Bank wolle die Anteile ohne Zeitdruck und mit Gewinn abgeben.

Unklar war auch am Donnerstag, ob Morgan Stanley bei der Aufstockung der TUI-Anteile im Auftrag gehandelt hat. Morgan Stanley wollte sich zu der Beteiligungsaufstockung nicht äußern.

Kein Interesse AN Übernahme

Am Markt genannte mögliche Auftraggeber dementierten am Donnerstag Spekulationen, sie hätten Interesse an einer TUI-Übernahme. Der Sprecher des Oetker-Konzerns, Rolf Mühlmann, sprach von "heißer Luft". "Die Oetker-Gruppe ist ausreichend diversifiziert und will keine neuen Geschäftsfelder eröffnen", sagte Mühlmann am Donnerstag in Bielefeld. TUI sei im Reisegeschäft tätig, und Oetker habe keine Ambitionen in diese Richtung. Konzernchef August Oetker hatte im März Interesse an der TUI-Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd signalisiert. TUI will Hapag-Lloyd im Herbst an die Börse bringen.

Spekulationen UM Herz

Spekuliert wird derzeit in Finanzkreisen zudem über den ehemaligen Eigner des Kaffeerösters Tchibo, Günter Herz, als möglichen TUI - Käufer. Herz ließ am Donnerstag ausrichten, er wolle sich zu Spekulationen nicht äußert. Bereits im September 2003 hatte es Gerüchte über einen Einstieg von Herz bei der TUI gegeben, die aber dementiert worden waren.

Die Aufstockung der Morgan Stanley-Beteiligung < MWD.NYS > < DWD.ETR > erhöht für die TUI allerdings nicht die Gefahr, aus dem DAX zu fallen. Der Morgan Stanley-Anteil von 10,1 Prozent werde weiterhin dem Streubesitz zugerechnet, sagte ein Sprecher der Deutschen Börse am Donnerstag auf Anfrage. Damit sinkt der für die Entscheidung über die weitere DAX- Zugehörigkeit von TUI relevante Streubesitz nicht. TUI könnte nach dem Kurssturz der Aktie in den vergangenen Monaten im September der Abstieg aus dem DAX drohen.

Unterdessen berichtete die "Financial Times Deutschland", Morgan Stanley wolle mit seinem Engagement dem gesteigerten Interesse von so genannten Hedge-Fonds - Risikofonds - an der TUI-Aktie entgegenkommen. Bei dem Großteil des Pakets handle es sich um geliehene Aktien, die die Bank an Investoren weiterverleihe, die auf ein Absinken des TUI-Aktienkurses setzten.

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