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Roundup 3: EU genehmigt Zusammenschluss von BMG und Sony MusicDPA-Datum: 2004-07-19 22:15:32

(dpa-AFX) Gütersloh - Die EU-Kommission hat den Zusammenschluss der Musikkonzerne BMG und Sony Music < SON.SQ1 > < Son1.FSE > laut Angaben der Bertelsmann AG < Btg4.DUS > zum zweitgrößten Musikkonzern der Welt genehmigt. Die Europäische Kommission habe heute entschieden, die geplante Fusion der Tonträgersparten von BMG und Sony Music ohne Auflagen zu genehmigen, teilte die BMG-Muttergesellschaft BMG am Montag in Gütersloh mit. Die Behörde werde ihre Entscheidung am Dienstag offiziell bekannt geben, sagte ein Konzernsprecher.

(dpa-AFX) Gütersloh - Die EU-Kommission hat den Zusammenschluss der Musikkonzerne BMG und Sony Music < SON.SQ1 > < Son1.FSE > laut Angaben der Bertelsmann AG < Btg4.DUS > zum zweitgrößten Musikkonzern der Welt genehmigt. Die Europäische Kommission habe heute entschieden, die geplante Fusion der Tonträgersparten von BMG und Sony Music ohne Auflagen zu genehmigen, teilte die BMG-Muttergesellschaft BMG am Montag in Gütersloh mit. Die Behörde werde ihre Entscheidung am Dienstag offiziell bekannt geben, sagte ein Konzernsprecher.

"Wir sind sehr erfreut, dass die Europäische Kommission das Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG ohne Auflagen genehmigt hat. Wir werden jetzt die Transaktion abschließen und uns auf die erfolgreiche Integration der beiden Unternehmen konzentrieren", sagte BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz. Der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, Gunter Thielen, bezeichnete die geplante Verschmelzung als "Meilenstein". Die neue Sony BMG schließt direkt zum Marktführer Universal Music auf. Der Konzern werde rund 9.000 Mitarbeiter beschäftigen und zwischen 4,5 und 5 Milliarden US-Dollar (3,6 bis 4 Mrd Euro) pro Jahr umsetzen, sagte Schmidt-Holtz der dpa.

Fussionsprozess

Damit ist das monatelang Ringen um den Zusammenschluss beendet, der vor allem bei unabhängigen Musikanbietern auf Widerstand stößt. Der Fusionsprozess werde noch mindestens ein Jahr dauern, hieß es. Kritiker befürchten, dass mit der Verschmelzung eine Vielzahl von Mitarbeitern ihren Hut nehmen muss. In Medienberichten war von 2.000 Stellen die Rede. Bereits im Vorfeld hatte es Personalentscheidungen bei BMG und strukturelle Veränderungen gegeben. So wurde das Nordamerika-Geschäft neu geordnet. In Deutschland mussten zahlreiche zuletzt weniger erfolgreiche Stars ihren Hut nehmen, darunter auch "Panik"-Rocker Udo Lindenberg. Mit der Fusion sollen pro Jahr 250 bis 300 Millionen Euro eingespart werden.

Nach Angaben von Bertelsmann wird die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) in "allernächster Zukunft" über das Vorhaben entscheiden. In Branchenkreisen hieß es, dass die FTC bereits in dieser Woche der Fusion zustimmen werde.

Musikmarkt

Bertelsmann und Sony hatten die Fusion ihrer Musiksparten mit dem stark unter Druck geratenen Musikmarkt begründet. Allein im vergangenen Jahr gab der Markt nochmals um 7,6 Prozent auf 32 Milliarden US-Dollar nach. Vor allem Piraterie und illegales Herunterladen aus dem Internet machen den Unternehmen zu schaffen. Beide Konzerne hatten im Herbst vergangenen Jahres den Zusammenschluss in ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen beschlossen.

Sony Music ist bisher die Nummer zwei der fünf großen Musikunternehmen, die sich etwa 75 Prozent des Weltmarktes mit Tonträgern teilen. Die Bertelsmann Music Group (BMG) ist bislang die Nummer fünf. Gemeinsam werden sie zu Marktführer Universal Music aufschließen und diesen - je nach Marktentwicklung - möglicherweise sogar überholen. Die Bertelsmann Musiksparte BMG hat Künstler wie Dido und Britney Spears unter Vertrag. Bei Sony singen Stars wie Beyoncé, Shakira und Jennifer Lopez.

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