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Roundup 3: Im Ringen um Sparpaket bei Daimlerchrysler bahnt sich Einigung anDPA-Datum: 2004-07-21 23:31:59

(dpa-AFX) Stuttgart - Im tagelangen Ringen um das millionenschwere Kostensenkungsprogramm bei Daimlerchrysler < DCX.ETR > bahnt sich nach Angaben aus dem Verhandlungsumfeld eine Einigung an. Ein schnelles Ende der Gespräche ist nach Worten eines Konzernsprechers vom Mittwochabend aber nicht in Sicht. Für den Donnerstag vormittag wurde allerdings eine Pressekonferenz in Aussicht gestellt. Die Beteiligten brauchten noch Zeit, die Verhandlungen seien aber konstruktiv, hieß es. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Es wurde damit gerechnet, dass die Verhandlungen in der Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen die ganze Nacht liefen.

(dpa-AFX) Stuttgart - Im tagelangen Ringen um das millionenschwere Kostensenkungsprogramm bei Daimlerchrysler < DCX.ETR > bahnt sich nach Angaben aus dem Verhandlungsumfeld eine Einigung an. Ein schnelles Ende der Gespräche ist nach Worten eines Konzernsprechers vom Mittwochabend aber nicht in Sicht. Für den Donnerstag vormittag wurde allerdings eine Pressekonferenz in Aussicht gestellt. Die Beteiligten brauchten noch Zeit, die Verhandlungen seien aber konstruktiv, hieß es. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Es wurde damit gerechnet, dass die Verhandlungen in der Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen die ganze Nacht liefen.

"Es gibt noch heftige Knackpunkte", sagte eine Betriebsratssprecherin am Mittwochabend. Der Konzernvorstand verlangt von den Beschäftigten im Daimlerchrysler-Werk eine Senkung der Arbeitskosten um 500 Millionen Euro. Andernfalls müsste die Produktion der neuen C-Klasse und ihrer Varianten vor allem ins Werk Bremen verlagert werden. Dann droht in der Mercedes-Produktion von Sindelfingen der Abbau von 6000 der über 30 000 Stellen.

Der Betriebsrat und die IG Metall hatten sich zu Zugeständnissen bereit erklärt. Allerdings dürften die tariflich vereinbarten Arbeitspausen und Schichtzuschläge nicht angetastet werden, erklärte Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm wiederholt. Um diese Frage war es seit Beginn der Verhandlungsrunde am Mittwochmittag nach Beobachtern vor allem gegangen. Einschnitte wollte der Betriebsrat nur zugestehen, wenn der Vorstand für die betroffenen Mercedes-Werke eine Standortgarantie bis zum Jahr 2012 gibt.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) hat an die Kompromissbereitschaft der Verhandlungspartner beim Streit um Kostensenkungen bei Daimlerchrysler appelliert. In der jüngsten Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" schrieb Teufel in einem Beitrag: "Als Landesregierung setzen wir auf die Verantwortungspartnerschaft zwischen Unternehmensführung und Belegschaft. Im Streit würden beide Seiten mehr verlieren als gewinnen, ein Konflikt nutzt niemandem." Werde kein Kompromiss gefunden, nehme nicht nur das Unternehmen, sondern auch das Land einen erheblichen Schaden.

Teufel wehrte sich gegen den Begriff der "baden-württembergischen Krankheit", den Mercedes-Chef Jürgen Hubbert im Streit um die Arbeitskosten im Sindelfinger Werk benutzt hatte. "Hier herrscht ein mittelständischer Geist. Der Geist des Maßes und der Mitte. Der Geist der Partnerschaft und nicht des Klassenkampfs. Der Geist des Pragmatismus und nicht der Ideologien. Der Geist des Erfolgsstrebens und nicht des Neides", unterstrich Teufel.

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