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Roundup 3: Tui steigert Ergebnis im 3. Quartal - Jahresprognose bekräftigt

Europas größter Touristikkonzern Tui hat in der Hauptreisezeit Juli bis September einen deutlichen Gewinnzuwachs verzeichnet und seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. "Wir sind gut auf Kurs", sagte Konzernchef Michael Frenzel am Donnerstag in Hannover.

dpa-afx HANNOVER. Europas größter Touristikkonzern Tui hat in der Hauptreisezeit Juli bis September einen deutlichen Gewinnzuwachs verzeichnet und seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. "Wir sind gut auf Kurs", sagte Konzernchef Michael Frenzel am Donnerstag in Hannover.

Die Aktie legte bis Mittag um 0,96 Prozent auf 16,88 Euro zu und gehörte damit zu den stärksten Werten im Dax , der ebenfalls leicht zulegte. "Unter dem Strich sind die Zahlen gut", sagte ein Händler. "Die Gewinnentwicklung in den beiden Kernbereichen Tourismus und Container-Schifffahrt ist sehr positiv, ebenso der Stahlhandel", sagte HVB-Analyst Christian Obst.

"Die geschäftliche Entwicklung unserer Sparten bestätigt klar unsere Erwartung, dass das bereinigte Spartenergebnis für das Geschäftsjahr 2004 mindestens 420 Mill. Euro nach 242 Mill. Euro im Vorjahr betragen wird", bekräftigte Frenzel den Ausblick. Das bereinigte Ebta lag bis Ende September bei 505 Mill. Euro. Am Jahresende fällt aber auf Grund von Vorausleistungen für das kommende Touristikjahr üblicherweise ein operativer Verlust an.

Reisegeschäft Zieht AN

Das um einmalige Effekte bereinigte operative Konzernergebnis vor Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebta) stieg im dritten Quartal auf 620 von 532 Mill. Euro im Vorjahr, wie Tui mitteilte. Einschließlich eines einmaligen Buchgewinns in Höhe von 100 Mill. Euro betrug das unbereinigte Ebta 756 Mill. Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten 679 Mill. Euro erwartet. Tui hatte den Gewinn aus dem Verkauf seiner Anteile am französischen Mobilbauten-Unternehmen Algeco im September verbucht. Wegen Beteiligungsverkäufen sank der Konzernumsatz auf 6,2 Mrd. Euro (6,54 Mrd). Der Überschuss betrug 607,7 Mill. Euro (236,4 Mio).

Mit weniger Schnäppchen-Angeboten und einer höheren Auslastung bei Flügen und Hotels hat der Tui-Konzern sein Ergebnis im Kerngeschäft Reisen kräftig gesteigert. In der Hauptreisezeit Juli bis September erhöhte sich das Touristik-Ergebnis um 14 Prozent auf 572 Mill. Euro. Der Umsatz stieg auf 4,87 Mrd. Euro (4,72 Mrd). Vor allem das Geschäft von Tui Deutschland zog mit einem Ergebnis von 110 Mill. Euro in den ersten neun Monaten kräftig an - im Vorjahreszeitraum hatte Tui Deutschland noch einen Verlust von 20 Mill. Euro eingefahren.

HLX Erstmals IM Plus

Als wesentlich für das bessere wirtschaftliche Geschäft nannte Tui das "in diesem Jahr ausgewogene Verhältnis von angebotenen Kapazitäten und Nachfrage". Da Tui weniger Schnäppchen-Reisen verkaufte, erhöhte sich die "Preisqualität - das Unternehmen verdiente pro Reise mehr Geld. Zudem seien die Kapazitäten im Flug- und Hotelbereich besser ausgelastet gewesen. So erreichte der Tui-Billigflieger Hapag Express-Lloyd von Juli bis September erstmals ein positives Quartalsergebnis.

In der Sommersaison buchten 1,9 Prozent mehr Gäste eine Reise mit Tui-Veranstaltern als im Vorjahr. Der gebuchte Umsatz in der Sommersaison lag um 3,4 Prozent über dem Vorjahr, für die Wintersaison 2004/2 005 bisher um 5,7 Prozent. Der Oktober sei bislang sehr positiv verlaufen, der November normal, sagte Finanzvorstand Rainer Feuerhake bei einer Telefonkonferenz. Unter dem Strich erwarte er zumindest ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.

Wichtige Tui-Ertragssäule ist die Schifffahrt. Vor allem gute Geschäfte in der Containerschifffahrt führten in den ersten neun Monaten zu einem Ergebnis-Plus um mehr als ein Drittel auf 193 Mill. Euro.

Schulden Sinken Deutlich

Anfang September hatte Tui den geplanten Börsengang seiner Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd abgesagt. Konzernchef Frenzel hatte dies mit der schwachen Verfassung der Finanzmärkte begründet. Zudem könne die weitere Entschuldung von Tui auch ohne Hapag-Lloyd-Börsengang erreicht werden.

Die Nettoverschuldung sank im Laufe des Jahres um 1,1 Mrd. Euro auf 2,7 Mrd. Euro. Tui könne das Ziel erreichen, bis Ende 2005 unter zwei Mrd. Euro zu kommen, sagte Finanzvorstand Feuerhake. Dazu beitragen soll auch der Verkauf von weiteren Beteiligungen. So solle der US-Stahlhandel 2005 verkauft werden, sagte Feuerhake.

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