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ROUNDUP: Ahold rutscht wegen außerordentlicher Belastungen in die roten Zahlen

ZAANDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Einzelhändler Ahold NV ist im ersten Quartal wegen außerordentlicher Belastungen imZusammenhang mit dem Verkauf von Tochtergesellschaften in Asien und Brasilien indie Verlustzone gerutscht. Nach einem Überschuss von 84 Millionen Euro imVorjahr sei in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres ein Fehlbetrag von405 Millionen Euro angefallen, teilte Ahold am Montag mit.

ZAANDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Einzelhändler Ahold NV ist im ersten Quartal wegen außerordentlicher Belastungen imZusammenhang mit dem Verkauf von Tochtergesellschaften in Asien und Brasilien indie Verlustzone gerutscht. Nach einem Überschuss von 84 Millionen Euro imVorjahr sei in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres ein Fehlbetrag von405 Millionen Euro angefallen, teilte Ahold am Montag mit.

Die außerordentlichen Belastungen bezifferte Ahold mit 450 Millionen Euround begründete sie mit dem Verkauf der Supermarktkette Hipercard imbrasilianischen Bompreco und dem Rückzug aus Thailand. Dabei seien nachträglichFirmenwerte abgeschrieben worden, die zuvor mit den Rücklagen verbucht wordenwaren. Zudem hätten Währungseffekte kompensiert werden müssen, belastet habe vorallem der starke Euro im Vergleich zum US-Dollar. Die Aktie legte im EuroStoxx50 dennoch stärker zu als der Markt und verbuchte ein Plus von 1,48 Prozent auf6,18 Euro. Händler erklärten die Kursgewinne mit dem Ausbleiben negativerNachrichten bei der Tochter U.S. Foodservice. Zudem sei die Nervosität aus demMarkt gewichen.

Das Jahr 2004 sei ein Jahr der Veränderung, sagte Ahold-Chef Anders Moberg.Der im vergangenen Jahr wegen Bilanzunregelmäßigkeiten in die Schlagzeilengeratene Konzern, geriet durch Fehlbuchungen bei einigen Töchtern in Schieflageund hatte sich daraufhin ein Sparprogramm auferlegt. Im Zentrum steht dabei vorallem die Trennung von Beteiligungen in Asien und Südamerika.

Die außerordentlichen Verluste im ersten Quartal seien erwartet worden unddürften sich auch auf das Gesamtjahresergebnis auswirken, sagte Moberg weiter.Sie hätten allerdings keinen Einfluss auf die Vermögenswerte von Ahold oder denBarbestand. Die Hauptgeschäftsfelder hätten sich den Erwartungen entsprechendentwickelt. Für das Gesamtjahr bestätigte Ahold seinen Ausblick und erwartetweiterhin in Europa ein Umsatzplus und ein moderates Wachstum im US-Geschäft.

Im ersten Quartal sank der Konzernumsatz wie bereits gemeldet um 11,3Prozent auf 15,4 Milliarden Euro. Die Schulden gingen von 7,5 auf 7,1 MilliardenEuro zurück. Der operative Verlust belief sich auf 145 Millionen Euro nach einemGewinn von 402 Millionen Euro in 2003. In Europa verringerte sich das operativeErgebnis aufgrund höherer Pensionskosten in den Niederlanden und eines schwachenSpanien-Geschäfts. In den USA sank es ebenso nicht zuletzt wegen der Integrationder beiden Einzelhandelsketten Stop & Shop und Giant-Landover. Bei der TochterU.S. Foodservice, die im Mittelpunkt des Bilanzskandals stand, wurden dieVerluste hingegen wegen Kosteneinsparungen und günstiger Wechselkurse eingedämmt.

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