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ROUNDUP: Aixtron übernimmt Genus für 117,7 Millionen Euro - AktientauschDPA-Datum: 2004-07-02 10:34:27

AACHEN/SUNNYVALE (dpa-AFX) - Der Halbleiterausrüster Aixtron < AIX.ETR > übernimmt das amerikanische Unternehmen Genus < GN1.FSE > < GN1.ETR > für insgesamt 117,7 Millionen Euro. Die Übernahme solle per Aktientausch bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden, teilte die Aixtron AG am Freitag in Aachen mit. Gleichzeitig hob das im TecDAX < TDXP.ETR > notierte Unternehmen auf Grund der "erfreulichen Geschäftsentwicklung" im ersten Halbjahr 2004 seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.

AACHEN/SUNNYVALE (dpa-AFX) - Der Halbleiterausrüster Aixtron < AIX.ETR > übernimmt das amerikanische Unternehmen Genus < GN1.FSE > < GN1.ETR > für insgesamt 117,7 Millionen Euro. Die Übernahme solle per Aktientausch bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden, teilte die Aixtron AG am Freitag in Aachen mit. Gleichzeitig hob das im TecDAX < TDXP.ETR > notierte Unternehmen auf Grund der "erfreulichen Geschäftsentwicklung" im ersten Halbjahr 2004 seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.

Bei dem Halbleiterausrüster Genus handelt es sich um ein Unternehmen, das rote Zahlen schreibt. 2003 verzeichnete Genus nach eigenen Angaben einen Nettoverlust von 3,5 Millionen US-Dollar. Der Umsatz lag bei 56,9 Millionen Dollar. "Genus hat gute Kunden und gute Technologien - das ist für uns wichtiger als schwarze Zahlen", sagte Finanzvorstand Chris Dodson auf Anfrage.

Nach anfänglichen Gewinnen notierte der Kurs von Aixtron um 10.10 Uhr mit einem Minus von 2,92 Prozent bei 5,65 Euro. Der Kaufpreis für das US-Unternehmen Genus < GN1.FSE > < GN1.ETR > sieht laut LRP nur auf den ersten Blick relativ günstig aus, "doch Genus hat auch im Boomjahr 2000 keine Gewinne erwirtschaftet, womit sich die Offerte wieder relativiert". Zugleich wies Analyst Thomas Hofmann daraufhin, dass die Aktie hoch bewertet sei.

VORSTANDSVORSITZENDER: 'BEIDE UNTERNEHMEN ERGÄNZEN SICH PERFEKT'

Vorstandsvorsitzender Paul Hyland sagte, beide Unternehmen ergänzten sich perfekt. "Aixtron bringt (...) sein Know How bei komplexen Materialsystemen für Halbleiter und Genus sein Wissen bei neuen Beschichtungs-Technologien für diese Materialien ein. Damit sind wir für den nächsten Investitionszyklus in der Halbleiterindustrie hervorragend aufgestellt."

Die Genus-Aktionäre sollen je Aktie 0,51 Aixtron-Hinterlegungsscheine (American Depository Receipt/ADR) erhalten, wobei ein ADR einer Aixtron-Aktie entspricht. Bis zur endgültigen Übernahme strebt Aixtron eine Notierung seiner ADRs an der technologielastigen NASDAQ an. Nach Abschluss der Transaktion werden die Aixtron-Aktionäre rund 74 Prozent und die Aktionäre von Genus rund 26 Prozent an der vereinigten Gesellschaft halten. Genus wird hundertprozentige Aixtron-Tochter.

In 2003 betrug der Umsatz beider Unternehmen zusammen rund 142 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat von Aixtron und der Vorstand von Genus haben der Transaktion bereits zugestimmt. Nun steht noch die Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen sowie der zuständigen Aufsichtsbehörden in den USA an.

AIXTRON HEBT UMSATZ- UND GEWINNPROGNOSE AN

Für das laufende Jahr erhöhte Aixtron seine Prognosen. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben nun im Gesamtjahr mit einem Umsatz von 130 bis 140 Millionen Euro. Zudem erwarte der Vorstand einen Reingewinn von 2 bis 5 Millionen Euro (vor Transaktionskosten), hieß es. Bisher ging das Unternehmen von einem Jahresumsatz von 121 Millionen Euro und einem Erreichen der Gewinnschwelle aus. Grund für die Anhebung sei vor allem die boomende Nachfrage nach Leuchtdioden (LED), sagte ein Aixtron-Sprecher. "Allerdings hat auch die Nachfrage nach Anwendungen für neue Technologien stark angezogen." Es gebe bereits Aufträge für 2005.

Nach vorläufigen Zahlen steigerte Aixtron nach eigenen Angaben im zweiten Quartal seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von 22,3 auf 34 Millionen Euro. Der Anlagen-Auftragseingang für das zweite Quartal lag bei 36 Millionen Euro. Das bedeute für das erste Halbjahr einen Umsatz von 59 Millionen Euro und einen Auftragseingang für Anlagen von 66 Millionen Euro. Der Auftragsbestand beträgt für die ersten sechs Monate 74 Millionen Euro.

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