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Roundup Aktien Tokio Schluss: Zinsentscheidung in China belastet Japans Börse

Die japanische Börse hat am Freitag im Zuge der überraschenden Leitzinsanhebung in der Volksrepublik China mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-Index aus 225 Standardwerten sank um 0,75 Prozent auf 10 771,42 Punkte.

dpa-afx TOKIO. Die japanische Börse hat am Freitag im Zuge der überraschenden Leitzinsanhebung in der Volksrepublik China mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-Index aus 225 Standardwerten sank um 0,75 Prozent auf 10 771,42 Punkte. Der breit gefasste Topix gab um 0,44 Prozent auf 1 085,43 Punkte nach.

Händlern zufolge belastete die Leitzinsanhebung der chinesischen Notenbank die Kurse. Eine nachlassende Nachfrage aus der Volksrepublik würde sich negativ auf Japans Export orientierte Unternehmen auswirken. "Der Schock aus China hat eindeutig den Aktienmarkt belastet", sagte Sprecher Yoku Ihara von Retela Crea Securities, "ebenso, wie die genauso schlecht wie erwartet ausgefallenen Zahlen von Pioneer und Ricoh zu einer Verschlechterung der Stimmung geführt haben."

Stahlerzeuger, Reedereien und Groß- und Einzelhändler, deren Kurse von der chinesischen Nachfrage profitiert hatten, gaben überdurchschnittlich nach. Nippon Steel fielen um 3,1 Prozent auf 248 Yen, obwohl Japans Marktführer den Nettogewinn im ersten Halbjahr um 120 Prozent auf 81,0 Mrd. Yen gesteigert hatte. Beim größten japanischen Handelskonzern Mitsubishi ging es um 4,25 Prozent auf 1 171 Yen hinab. Nippon Yusen K.K sanken um 1,66 Prozent auf 533 Yen.

Pioneer sackten um 13,2 Prozent auf 1919 Yen ab. Der Audiogerätehersteller hatte neben schwachen Halbjahreszahlen auch eine deutlich gesenkte Prognose vorgelegt. Beim Konkurrenten Kenwood büßte der Kurs darauf hin um 6,10 Prozent auf 200 Yen ein.

Die Aktien von Ricoh verloren 5,7 Prozent auf 1980 Yen. Japans zweitgrößter Büroausstatter enttäuschte mit seiner Halbjahresbilanz und einem gesenkten Ausblick. Auf ein 52-Wochentief fielen NEC , die 3,6 Prozent auf 588 Yen verloren. Nach einem schwachen Quartalsverlauf strich der Elektronikhersteller seine Ertragsprognose für das laufende Jahr um 14 Prozent zusammen.

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