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Roundup Altana peilt Rekordjahr an: Bestätigt nach Quartalgewinn-Plus Ausblick

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana steuert auf ein Rekordjahr zu. Im dritten Quartal steigerten die Bad Homburger dank eines robusten Chemiegeschäfts und eines Erlösanstiegs bei Pantoprazol Umsatz und Gewinn teils überraschend deutlich.

dpa-afx BAD HOMBURG. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana steuert auf ein Rekordjahr zu. Im dritten Quartal steigerten die Bad Homburger dank eines robusten Chemiegeschäfts und eines Erlösanstiegs bei Pantoprazol Umsatz und Gewinn teils überraschend deutlich. Zugleich bestätigte die im Dax notierte Altana am Donnerstag in Bad Homburg ihren Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktie verteidigte am Vormittag mit einem Plus von zuletzt 1,34 Prozent auf 41,60 Euro ihre Spitzenposition im Dax .

Mit seinen Quartalszahlen übertraf Altana die Durchschnittschätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten teils deutlich. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum nach Altana-Angaben um zehn Prozent auf 751 Mill. Euro. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich um 16 Prozent auf 165 Mill. Euro, während das operative Ergebnis (Ebit) um 18 Prozent auf 162 Mill. Euro anstieg. Der Konzerngewinn verbesserte sich um satte 34 Prozent auf 105 Mill. Euro. Analysten hatten bei Überschuss lediglich mit 90 Mill. Euro und beim Umsatz mit 740 Mill. Euro gerechnet. Beim Betriebsergebnis hatten sie 147 Mill. Euro vorhergesagt.

Rekordwerte IN 2004 Angepeilt

Vorstandschef Nikolaus Schweickart zeigte sich zuversichtlich für das Gesamtjahr. "Auch zum dritten Quartal ist Altana auf dem besten Wege, die Wachstumsziele für 2004 am oberen Rand der Erwartungen zu erreichen und das Geschäftsjahr mit neuen Rekordwerten abzuschließen", sagte er. Der Konzern, an dem die Quandt-Erbin Susanne Klatten 50,10 Prozent hält, erwartet in diesem Jahr weiterhin ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Bisher sprach Altana von acht bis neun Prozent. Der Vorsteuergewinn soll ebenfalls weiterhin bei gut 600 Mill. Euro liegen.

Analysten äußerten sich positiv zu den vorgelegten Altana-Ergebnissen. "Die Ertragszahlen waren sehr gut und der Umsatz lag ab obersten Rand der Erwartungen", sagte Karl-Heinz Scheunemann vom Bankhaus Metzler. Ein Grund für das verbesserte Nettoergebnis sei wohl auch die günstigere Steuerquote. Während die Chemiesparte mit einem kräftigen Umsatzplus überrascht habe, sei die Pharmasparte in diesem Quartal nicht der absolute Wachstumstreiber gewesen. Im Vergleich zum starken Vorjahresquartal habe sich das Umsatzwachstum bei dem Magen-Darmmedikament Pantoprazol leicht abgeschwächt.

Wachstumstreiber: Panto und Chemiegeschäft

Altana profitierte im dritten Quartal von einem starken Chemiegeschäft und der Erlösentwicklung beim Hauptumsatzträger Pantoprazol (USA: Protonix). Die Bad Homburger erzielten mit dem Magen-Darmmedikament einen Eigenumsatz von 303 Mill. Euro, was einem Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Einschließlich aller Vertriebspartner sei der Umsatz um 1 Prozent auf 602 Mill. Euro gestiegen, sagte ein Altana-Sprecher.

Die Umsatzprognose für den weltweiten Pantoprazol-Marktumsatz sehe weiterhin unverändert zweistellige Zuwachsraten in lokalen Währungen vor. Der hart umkämpfte US-Markt für so genannte PPI-Medikamente zu denen Protonix gehört, war nach der Zulassung von generischem Omeprazol von Schwarz Pharma und anderen Anbietern zu dem Originalmedikament Prilosec von Astrazeneca und einer OTC-Version (Over the Counter, rezeptfrei) von Procter & Gamble unter Druck geraten. Einschließlich aller Vertriebspartner erreichte Pantoprazol in den ersten neun Monaten einen Marktumsatz von rund 1,8 Mrd. Euro. Der viel beachtete Anteil an den Neuverschreibungen habe Ende September bei 23,3 Prozent gelegen.

Details ZU DEN Sparten

In den ersten neun Monaten stieg im Pharmageschäft der Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro auf 1,6 Mrd.. Bereinigt um Währungseffekte hätte das Plus bei zehn Prozent gelegen, hieß es bei Altana. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich trotz hoher Aufwendungen für die Entwicklung der beiden Atemwegsmedikament Alvesco und Daxas um zwei Prozent auf 406 Mill. Euro.

Im Chemiegeschäft steigerten die Bad Homburger den Umsatz um 16 Prozent auf 659 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte dabei überproportional um 35 Prozent auf 95 Mill. Euro. Hier habe sich die ab 2004 geänderte Goodwillabschreibung mit plus acht Mill. Euro ebenfalls ausgewirkt.

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