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ROUNDUP: Aufschwung treibt Ölnachfrage an - Preise bleiben hoch

PARIS/NEW YORK (dpa-AFX) - Der weltweite Wirtschaftsaufschwung undpolitische Unsicherheiten in wichtigen Ölförderländern halten die Ölpreise hoch.Der Konjunkturauftrieb kurbelt die Ölnachfrage in diesem Jahr so stark an wieseit 1980 nicht mehr. Insgesamt werde die Ölnachfrage um 2,3 Millionen auf 81,1Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag steigen, sagte die InternationaleEnergieagentur (IEA) am Donnerstag in ihrem Juni-Ölmarktbericht voraus. In NewYork und London zogen die Ölpreise am Donnerstag wieder an.

PARIS/NEW YORK (dpa-AFX) - Der weltweite Wirtschaftsaufschwung undpolitische Unsicherheiten in wichtigen Ölförderländern halten die Ölpreise hoch.Der Konjunkturauftrieb kurbelt die Ölnachfrage in diesem Jahr so stark an wieseit 1980 nicht mehr. Insgesamt werde die Ölnachfrage um 2,3 Millionen auf 81,1Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag steigen, sagte die InternationaleEnergieagentur (IEA) am Donnerstag in ihrem Juni-Ölmarktbericht voraus. In NewYork und London zogen die Ölpreise am Donnerstag wieder an.

Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach unterdessen auf dem G8- Gipfel auf SeaIsland in den USA die für den Wirtschaftsaufschwung "Besorgnis erregendenÖlpreise" an. Der Kanzler rief zur Eindämmung der Preisspekulationen auf denÖlmärkten auf. Die Ölmärkte müssten transparenter gemacht werden.

OPEC-Präsident Purnomo Yusgiantoro bezeichnete am Donnerstag in derindonesischen Hauptstadt Jakarta die Entwicklung in Nigeria und Venezuela alsRisikofaktoren für die Ölpreise. Die Preise könnten durch den Streik in Nigeriaund die politischen Unsicherheiten in Venezuela wieder nach oben getriebenwerden, warnte er. Nigeria trägt zur Zeit mit knapp zwei Millionen Barreltäglich rund acht Prozent zur gesamten Ölförderung der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) bei. In Venezuela wurde einAmtsenthebungsreferendum gegen Präsident Hugo Chavez für den 15. Augustangesetzt.

Die weltweite Erdölnachfrage wird nach Ansicht des OPEC - Präsidenten in denSommermonaten um zwei Millionen Barrel pro Tag zulegen. "Aber wir (die OPEC)werden unsere Produktion ebenfalls um zwei Millionen Barrel pro Tag anheben",sagte Yusgiantoro. Auf Grund der hohen Ölpreise hatte die OPEC jüngst dieAnhebung ihrer Förderquote im Juli um 2 Millionen auf 25,5 Millionen Barrel proTag und im August nochmals um 0,5 Millionen Barrel pro Tag beschlossen.

Nach der jüngsten IEA-Prognose nimmt die weltweite Ölnachfrage in diesemJahr vor allem wegen der steigenden Nachfrage in China und Indien um 2,9 Prozentzu. Das sind etwa 360.000 Barrel mehr als bisher angenommen.

Der New Yorker Rohölpreis (Juli-Auslieferung) zog am Donnerstag amWarenterminmarkt Nymex um 24 Cent auf 37,78 Dollar je Barrel an. Der Ölpreis lagdamit nur noch um 10,8 Prozent unter seinem Hoch von 42,33 Dollar Anfang desMonats. Auslöser für den neuerlichen Anstieg war der Streik in Nigeria sowie eingeringer als erwarteter Anstieg der US-Rohölreserven, berichteten Händler. InLondon kostete ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent am Donnerstagmittag35,50 Dollar nach einem Schlusspreis am Mittwoch von 35,29 Dollar.

Die US-Rohölreserven waren in der vergangenen Berichtswoche nach Angaben desUS-Regierung nur um 400.000 Barrel auf 302,1 Millionen Barrel gestiegen, währenddie Ölfachleute mit einem drei mal so hohen Zuwachs gerechnet hatten. DieUS-Benzinreserven erhöhten sich um 2,1 Millionen Barrel auf 206,4 MillionenBarrel. dpa ka/br/bkm/tav/fn

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