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ROUNDUP Autowerkstattkette ATU an US-Investoren verkauft - IPO in 5-7 JahrenDPA-Datum: 2004-06-30 14:32:54

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Einen Monat nach dem geplatzten Börsengang wechselt die Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) den Besitzer. Käufer sei für 1,75 Milliarden Dollar (1,45 Mrd Euro) die US-Investorengruppe KKR (Kohlberg Kravis Roberts), teilten KKR und der bisherige Eigentümer Doughty Hanson am Mittwoch mit. Die Transaktion soll bis Ende August abgeschlossen werden.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Einen Monat nach dem geplatzten Börsengang wechselt die Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) den Besitzer. Käufer sei für 1,75 Milliarden Dollar (1,45 Mrd Euro) die US-Investorengruppe KKR (Kohlberg Kravis Roberts), teilten KKR und der bisherige Eigentümer Doughty Hanson am Mittwoch mit. Die Transaktion soll bis Ende August abgeschlossen werden.

Mit dem Besitzerwechsel ist ein Gang an die Börse in weite Ferne gerückt. Ein neuer Anlauf sei innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre geplant, sagte KKR-Managing Partner Johannes Huth. Erst kürzlich hatte der US-Investor den Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf < WIN.FSE > erfolgreich an die Börse gebracht.

ATU aus Weiden in der Oberpfalz hatte Ende Mai den angekündigten Börsengang zwei Tage vor Zeichnungsbeginn auf unbestimmte Zeit verschoben. Als Grund wurden schwierige Marktbedingungen für Neuemissionen und eine unsichere Stimmung an den Finanzmärkten genannt. Experten hatten das mögliche Volumen des Börsengangs auf mindestens eine Milliarde Euro geschätzt. Das Unternehmen hatte zuletzt einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro ausgewiesen.

DOUGHTY HANSON HIELT 72 PROZENT AN ATU

ATU gehörte bislang zu rund 72 Prozent Doughty Hanson und zu rund 19 Prozent Gründer Peter Unger. 5 Prozent hielt das Management und knapp 4 Prozent waren eigene Aktien aus der Finanzierung im Rahmen der Beteiligung durch Doughty Hanson.

Die britische Beteiligungsgesellschaft Doughty Hanson hatte die Mehrheit an dem einstigen Familienunternehmen im Juli 2002 übernommen. Der Investor ist nach eigenen Angaben eine der größten Private-Equity-Firmen in Deutschland. Vor ATU hatte Doughty Hanson in Deutschland bereits seine Beteiligungen an dem Parkhausbetreiber Apcoa, am Fußbodenbelaghersteller Tarkett und am Briefumschlag-Maschinenhersteller Winkler+Dünnebier verkauft.

KKR: DURCH AUTOZONE-ENGAGEMENT GUT GERÜSTET

KKR sieht sich durch ein früheres Engagement bei dem größten US-Autoteilehändler Autozone gut für ATU gerüstet. "Wir freuen uns, mit der ATU einen innovativen, schnell wachsenden Marktführer zu erwerben", sagte Huth. Das Filialnetz von ATU in Deutschland und international solle weiter ausgebaut werden. ATU-Chef Werner Aichinger bezeichnete KKR als richtigen Partner, um das weitere Wachstum zu begleiten.

KKR ist im deutschsprachigen Raum seit 2002 Mehrheitseigner der Demag Holding, in der sieben ehemals zur Siemens AG < SIE.ETR > gehörenden Maschinen-Unternehmen zusammengefasst sind. Im November 2003 übernahm KKR den Münchner Triebwerkhersteller MTU. Außerdem gehören zum KRR-Portfolio Tenovis (früher Bosch Telekom) und Zumtobel.

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