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Roundup AWD: Umsatz zog zum 4.Quartal stark an - Zuversicht für Jahresauftakt

Die Umsätze des Finanzdienstleisters AWD sind mit Beginn des vierten Quartals nochmals stark gestiegen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Umsätze des Finanzdienstleisters AWD sind mit Beginn des vierten Quartals nochmals stark gestiegen. "Sie haben ab Mitte Oktober noch einmal deutlich angezogen", sagte der Chef des im MDax notierten Unternehmens, Carsten Maschmeyer, am Dienstag in Frankfurt vor Journalisten und zeigte sich auch für den Jahresauftakt 2005 zuversichtlich.

Im dritten Quartal war das AWD-Neugeschäft allein mit Lebensversicherungen in Deutschland laut Maschmeyer um 80 Prozent gestiegen. 2005 fallen Steuervergünstigungen für diese Produkte weg. "Der Schlussverkauf ist voll da", sagte der AWD-Chef. Im abgelaufenen Quartal kletterten die gesamten AWD-Erlöse um 17,1 Prozent auf 163,1 Mill. Euro. Unterdessen verlautete aus Branchenkreisen, dass die Branche mit Lebensversicherungen im aktuellen Jahresviertel im Schnitt ein Plus von fast 100 Prozent mache.

AWD Optimistisch FÜR Januar BIS März

Auf das kommende erste Jahresviertel blickt der AWD-Chef trotz des Wegfalls von Steuervergünstigungen für Lebensversicherungen ab 2005 in Deutschland nach eigener Aussage optimistisch. Der Jahresauftakt ist bei Finanzdienstleistern traditionell eher schwächer. Zudem werden Finanzdienstleister angesichts des im Juni verabschiedeten Alterseinkünftegesetzes Kunden mit neuen Produkten umwerben, da die private Altersvorsorge immer wichtiger wird. Experten befürchten daher anfangs eine eher abwartende Haltung bei Kunden. AWD und der Mitbewerber bezeichnen das neue Gesetz einhellig als die "größte Rentenkürzung in der Geschichte der Bundesrepublik".

Maschmeyer sieht sein Unternehmen gut aufgestellt für die neuen Herausforderungen der Branche. AWD biete keine eigenen Produkte an, sondern sei lediglich ein Distributor. Daher habe der Finanzdienstleister immer flexibel auf neue Anforderungen reagieren können. Die Berater seien alle bereits ab Oktober, also im laufenden vierten Quartal, für die anstehenden Änderungen bei Produkten geschult worden, sagte der AWD-Chef. Zudem sei die Software umgestellt worden, um sich neuen Beratungsbedürfnissen anzupassen.

Neue Produkte

Aus Sicht des für das operative Geschäft zuständigen AWD-Vorstands Friedemann Derndinger wird die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ab nächstem Jahr immer wichtiger. AWD sei hier mit speziellen Beratern bereits gut aufgestellt. Die bAV werde zusammen mit der Basis- und der Riester-Rente das Absinken der gesetzlichen Rentenversicherung ausgleichen. Zudem werde die nachgelagerte Besteuerung die Attraktivität der privaten Rentenversicherung nur geringfügig schmälern. Mit Blick auf andere Produkte würden Fondssparpläne und Policenfonds an Bedeutung gewinnen.

"Für die meisten Bürger sind Flexibilität und Hinterbliebenenschutz wichtiger als die Ausschöpfung von Steuervorteilen", sagte der AWD-Vorstand unter Verweis auf Umfragen. AWD sieht derweil wegen des neuen Alterseinkünftegesetzes einen gestiegenen Beratungsbedarf der Bevölkerung, was die private Altersvorsorge betrifft. Davon würden Finanzdienstleister profitieren. "Der Kunde braucht einen Navigator für den Dschungel der Produkte und Regelungen", sagte Derndinger.

Finanzdienstleister Profitieren

Konzernchef Maschmeyer sieht auch noch weitere Vorteile aus dem neuen Alterseinkünftegesetz, die die Umsätze nicht nur von AWD künftig beflügeln könnten. Die Deckungslücke (angestrebte Rente minus gesetzliche Rentenzahlung) in der Altersvorsorge werde unter anderem wegen der nachgelagerten Besteuerung größer, die Laufzeit von Verträgen werde länger und die Beitragssummen würden größer.

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