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Roundup BaFin: Liquidität des Deka-Immobilienfonds ist gesichert

Die Liquidität des angeschlagenen Immobilienfonds der Deka-Bank ist nach Aussage der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsich t (BaFin) nicht gefährdet.

dpa-afx BONN/FRANKFURT. Die Liquidität des angeschlagenen Immobilienfonds der Deka-Bank ist nach Aussage der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsich t (BaFin) nicht gefährdet. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthöhe von fünf Prozent sei gesichert, sagte ein BaFin-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag. "Dies hängt auch mit der Leistungsfähigkeit der Verbundpartner zusammen", sagte der Sprecher. Verbundpartner des Zentralinstituts und Fondsanbieters Deka sind die Sparkassen und elf Landesbanken.

Der Sprecher bestätigte zudem, dass die Finanzaufsicht sich mit den Deka-Fonds befasst. Inwieweit dies auf Anweisung der Bundesregierung geschieht, wollte er nicht sagen. Jörg Müller, ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums, betonte indes: "Zuständig ist allein die BaFin. Auch in diesem Fall hat die BaFin allein gehandelt."

Auch Medienberichte, wonach die BaFin umfassende Informationen wegen zu hoher Kredite an den Fonds gefordert haben soll, wollte der BaFin-Sprecher mit Hinweis auf die Verschwiegenheitspflicht nicht kommentieren.

'Kein Branchenproblem'

Der Deka-Fall ist nach Aussage der BaFin nicht auf andere Anbieter von Offenen Immobilienfonds übertragbar. "Wir können kein allgemeines Branchenproblem erkennen", sagte der BaFin-Sprecher. Inwieweit Untersuchungen anderer Fondsgesellschaften im Zusammenhang mit Liquiditätsproblemen laufen, wollte der Sprecher nicht sagen. "Die Fondsgesellschaften unterliegen unserer laufenden Aufsicht. Zu einzelnen Unternehmen äußern wir uns normalerweise nicht."

Die Deka-Bank will auf einer Sitzung des Verwaltungsrats am kommenden Mittwoch über eine Auffanglösung für den Fonds entscheiden. Demnach sollen die von den Anlegern zurückgegebenen Anteilsscheine von der Bank und den Sparkassen in ihren Eigenbestand aufgenommen werden. Die hohen Leerstände bei Gewerbe- und Büroimmobilien hatten der Deka-Bank in den vergangenen Monaten Probleme bereitet. In die Schlagzeilen war die öffentlich-rechtliche Bank bereits geraten, weil die Staatsanwaltschaft gegen einen früheren Manager ihrer Immobilientochter ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, in die Korruptionsaffäre im Frankfurter Immobilienmarkt verstrickt zu sein.

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