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Roundup Bankkreise: WestLB und BVT schließen Vorvertrag über Klöco-Verkauf

Die WestLB hat nach Angaben aus Bankkreisen einen Vorvertrag zum Verkauf des Stahl- und Werkstoffhändlers Klöckner & Co (Klöco) geschlossen. Käufer sei die Beteiligungsgesellschaft BVT (Bessemer, Vogel & Treichl), erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag aus Kreisen der WestLB.

dpa-afx DÜSSELDORF. Die WestLB hat nach Angaben aus Bankkreisen einen Vorvertrag zum Verkauf des Stahl- und Werkstoffhändlers Klöckner & Co (Klöco) geschlossen. Käufer sei die Beteiligungsgesellschaft BVT (Bessemer, Vogel & Treichl), erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag aus Kreisen der WestLB. Die Bank hält 94,9 Prozent der Duisburger Gesellschaft.

Zum Kaufpreis gab es keine näheren Angaben. In den Büchern der WestLB steht Klöco laut Branchenkreisen mit rund 200 Mill. Euro. Obwohl der endgültige Zuschlag kurz bevorsteht, erneuerten anderen Investoren ihre Kaufabsicht. Diese seien weiter interessiert und bereit, mit jedem Angebot mitzuhalten, hieß es in den Kreisen.

Asset Deal

Den Angaben zufolge ist der BVT daran gelegen, den Kauf als so genannten Asset Deal abzuwickeln. Der Finanzinvestor würde damit die lohnenden Geschäfte herauskaufen. Der Firmenmantel bleibe inklusive der Schulden bei der WestLB hängen, hieß es. Die hochprofitable Klöco setzte im abgelaufenen Jahr mit 10 000 Beschäftigten 3,8 Mrd. Euro um. Die Netto-Verschuldung war 2003 um 110 Mill. auf 491 Mill. Euro zurückgegangen.

Die BVT lehnte eine Stellungnahme ab. "Gerüchte kommentieren wir nicht", sagte ein Sprecher. Die WestLB verwies auf Äußerungen ihres Vorstandschefs Thomas Fischer, wonach sich die Verhandlungen auf die BVT fokussierten, nach wie vor aber auch Einzelgespräche mit anderen Investoren liefen.

Klöco-Verkauf Thema IM Landtag - Weitere Interessenten

Die FDP-Landtagsfraktion hatte in der vergangenen Woche angekündigt, das Thema Klöco-Verkauf im Landtag zur Sprache zu bringen. "Wir wollen, dass das Unternehmen am Standort NRW erfolgreich weitergeführt werden kann. Daran muss sich auch die Auswahl möglicher Investoren orientieren", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Gerhard Papke. Die Landesregierung müsse Einfluss auf die WestLB nehmen, dass sich die Bank bei der Auswahl des Investors am Erhalt der Arbeitsplätze in NRW orientiere.

In Branchenkreisen heißt es, weitere, strategische Investoren hätten ein Auge auf Klöco geworfen. Eine dieser Investmentfirmen sehe den Einstieg als langfristiges Investment. Dabei sei nicht nur der Erhalt der bisherigen Arbeitsplätze geplant, sondern auch die Einstellung neuer Mitarbeiter geplant.

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