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ROUNDUP: BayernLB erhält beim 'Schattenrating' Note 'A minus'DPA-Datum: 2004-07-01 17:57:24

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Bayerische Landesbank muss für die Zeit nach dem Wegfall der Staatsgarantien im kommenden Jahr wie erwartet mit einer schlechteren Bewertung durch die Rating-Agentur Standard & Poor`s rechnen. In ihrem am Donnerstag veröffentlichten "Schattenrating" senkte die Agentur ihre Einstufung der BayernLB von derzeit "AAA" auf "A minus" ab. Damit nimmt sie im Vergleich der sieben bewerteten Landesbanken einen mittleren Platz ein. Die bisher ebenfalls mit einem "AAA"-Rating bewertete Landesbank Baden- Württemberg erhielt dagegen die bessere Note "A plus".

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Bayerische Landesbank muss für die Zeit nach dem Wegfall der Staatsgarantien im kommenden Jahr wie erwartet mit einer schlechteren Bewertung durch die Rating-Agentur Standard & Poor`s rechnen. In ihrem am Donnerstag veröffentlichten "Schattenrating" senkte die Agentur ihre Einstufung der BayernLB von derzeit "AAA" auf "A minus" ab. Damit nimmt sie im Vergleich der sieben bewerteten Landesbanken einen mittleren Platz ein. Die bisher ebenfalls mit einem "AAA"-Rating bewertete Landesbank Baden- Württemberg erhielt dagegen die bessere Note "A plus".

Das Rating ist eine Bonitätsbewertung für Banken und Unternehmen. Die tatsächliche Einstufung aller Landesbanken soll erst im Sommer kommenden Jahres bekannt gegeben werden. Insgesamt fielen die vorläufigen Bewertungen für die sieben Institute besser aus als zuvor erwartet. Am schwächsten schnitten die WestLB und die Landesbank Sachsen ab, die jeweils die Note "BBB plus" erhielten.

BayernLB-Vorstandschef Werner Schmidt sieht die strategische Neuausrichtung durch die Bewertung im A-Bereich bestätigt. Dieser Kurs müsse zugleich konsequent fortgesetzt werden, um mittelfristig das angestrebte Zielrating von mindestens "A plus" zu erreichen, erklärte Schmidt. Nach den Worten eines BayernLB-Sprechers soll dieses Ziel 2005 oder 2006 erreicht werden. Die jetzt von S & P veröffentlichte fiktive Bewertung sei eine "gute Ausgangsbasis".

Ähnlich äußerte sich Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU). "Das Urteil von Standard & Poor`s dokumentiert, dass wir mit unserer Strategie "kleiner, näher, vorsichtiger' erste Erfolge verbuchen können", sagte der Minister. Der Freistaat, der neben den bayerischen Sparkassen Anteilseigner der BayernLB ist, werde den weiteren Umbau konsequent unterstützen.

Die von Kreditausfällen gebeutelte BayernLB arbeitet wie andere Landesbanken seit einiger Zeit an der Anpassung ihres Geschäftsmodells und will sich auf die Stabilisierung der Erlöse konzentrieren. Zu dem Umbau gehörte auch die Streichung von rund 1000 Stellen im In- und Ausland. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit den Sparkassen und anderen Partnern der S-Finanzgruppe optimiert werden. Im Jahresabschluss 2003 zeigte die Restrukturierung der BayernLB bereits erste Erfolge. So konnten die beiden Posten Netto- Risikovorsorge und Verwaltungsaufwand deutlich reduziert werden.

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