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ROUNDUP: Bertelsmann und Sony erwidern Einwände der EU gegen Fusion

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - Im Wettbewerbsverfahren um die Fusion derMusikgiganten Sony und Bertelsmann Music Group (BMG) habendie beiden Partner auf die Bedenken der EU-Kommission reagiert. BMG seizuversichtlich, dass die eingereichte Erwiderung alle Einwände gegen diegeplante Fusion beantwortet, teilte Bertelsmann am Mittwoch in Gütersloh mit.Die EU-Kommission hatte in einem 60 Seiten starken Statement vor allemBefürchtungen um die künftige Preispolitik in der Musikbranche geäußert.

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - Im Wettbewerbsverfahren um die Fusion derMusikgiganten Sony und Bertelsmann Music Group (BMG) habendie beiden Partner auf die Bedenken der EU-Kommission reagiert. BMG seizuversichtlich, dass die eingereichte Erwiderung alle Einwände gegen diegeplante Fusion beantwortet, teilte Bertelsmann am Mittwoch in Gütersloh mit.Die EU-Kommission hatte in einem 60 Seiten starken Statement vor allemBefürchtungen um die künftige Preispolitik in der Musikbranche geäußert.

Sony und Bertelsmann haben zudem für den 14. und 15. Juni eine mündlicheAnhörung in Brüssel beantragt, um weitere Argumente vorbringen und auf dieEinwände auch der Konkurrenz eingehen zu können. Gegen die Fusion hatten imVorfeld vor allem auch zahlreiche kleinere, unabhängige Musikanbieter Frontgemacht. Bertelsmann und Sony begründen den Zusammenschluss mit Notwendigkeitenaus bahnbrechenden Veränderungen im Musikmarkt. Dieser steht vor allem durchPiraterie stark unter Beschuss. Eine Entscheidung soll bis 22. Juli fallen.

Im Falle einer Fusion würde der weltweit zweitgrößte Anbieter von bespieltenTonträgern entstehen. Unter dem Dach Sony/BMG wären dann Stars wie Dido, AliciaKeys, Elvis Presley, David Bowie und Shakira vereint. Bisher ist Sony bereitsalleine die Nummer zwei auf dem von fünf Großkonzernen maßgeblich bestimmtenPlattenmarkt, hinter Marktführer Universal Music. BMG ist die kleinste der fünfgroßen Firmen.

Im Prüfverfahren der EU-Wettbewerbshüter gilt die schriftliche Zusendung vonEinwänden an die Fusionspartner als Standard. Häufig fordert die KommissionZugeständnisse, etwa den Verkauf von Betriebsteilen oder den Verzicht aufEinzelmärkte, als Bedingung für grünes Licht für den Zusammenschluss.

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