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Roundup Cominvest: Zyklische Aktien übergewichten - Konjunkturerholung

Die Fondsgesellschaft Cominvest empfiehlt die Übergewichtung von konjunktursensiblen Aktien. Die erwarteten Zinsanhebungen und ihre bremsende Wirkung auf die Konjunktur seien bereits sehr früh und zu stark vom Markt diskontiert worden, sagte Stefan Guenther, Head of Equities der Asset Management Tochter der Commerzbank, am Montag in Frankfurt.

dpa-afx FRANKFURT. Die Fondsgesellschaft Cominvest empfiehlt die Übergewichtung von konjunktursensiblen Aktien. Die erwarteten Zinsanhebungen und ihre bremsende Wirkung auf die Konjunktur seien bereits sehr früh und zu stark vom Markt diskontiert worden, sagte Stefan Guenther, Head of Equities der Asset Management Tochter der Commerzbank, am Montag in Frankfurt.

Defensive Sektoren hätten seit Beginn des Jahres besser als der Markt abgeschnitten, während konjunktursensible Werte besonders deutlich verloren hätten. Auf Grund der positiven konjunkturellen Rahmenbedingungen sieht Guenther Potenzial für positive Überraschungen bei zyklischen Werten.

Kein Abbrechen DER Konjunkturerholung Erwartet

Die Aktienmärkte profitierten zurzeit von einem synchronen Wachstum der Weltwirtschaft. In der Eurozone, der USA, China und Japan dürfte das Wirtschaftswachstum bis in das nächste Jahr hinein anhalten. Ein Abbrechen der Konjunkturentwicklung erwartet Guenther trotz der jüngsten Schwächephase nicht. Der Ölpreis sollte sich nach Einschätzung der Cominvest in den kommenden Monaten abschwächen. Zudem dürfte die Wirkung des Ölpreises beschränkt bleiben. Die Wirtschaft sei mittlerweile weniger ölabhängig als in früheren Phasen. Zudem dürfte es kaum zu einer nachhaltigen Erhöhung der Verbraucherpreise kommen.

Auch von der Zinsseite sei kaum eine Belastung für den Aktienmarkt zu erwarten. Die US-Notenbank dürfte die Leitzinsen nur sehr zögerlich anheben und bei der EZB sei erst zu Beginn des kommenden Jahres mit einer Leitzinserhöhung zu rechnen.

Eurozone Übergewichtet

Die Cominvest übergewichte daher Branchen wie Rohstoffe und Bauwirtschaft sowie bei einer Erholung der Investitionen Spätzykliker wie Industrie-, Medien- und Technologieaktien. Übergewichtet bleibe auch der Telekomsektor. Das operative Geschäft habe sich in diesem Bereich deutlich verbessert und der Schuldenabbau habe Fortschritte gemacht.

Die Cominvest setze zurzeit verstärkt auf Aktien aus der Eurozone. Diese seien deutlich günstiger bewertet als in den USA. Der Wechselkurs spiele hier jedoch keine Rolle. Bis zum Jahresende seien hier keine großen Veränderungen zu erwarten.

Derzeit werde der Markt jedoch noch durch die sehr schlechte Stimmung bei den Anlegern belastet. Institutionelle Anleger wie Versicherer könnten zudem wegen Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zurzeit kaum in Aktien investieren. Kleinanleger seien auf Grund der hohen Verluste in der Vergangenheit und der geopolitischen Unsicherheit vorsichtig. Cominvest erwarte jedoch in den kommenden Monaten eine Aufhellung der Stimmung auf Grund der positiven Rahmenbedingungen.

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