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ROUNDUP: Conti bleibt im Übernahmepoker um Phoenix hart - notfalls ScheiternDPA-Datum: 2004-06-25 19:57:22

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Hannoversche Autozulieferer Continental < CON.ETR > bleibt im Übernahmepoker um den Hamburger Konkurrenten Phoenix < PHO.ETR > auch kurz vor Ende der Übernahmenfrist am kommenden Montag hart. Vorstandschef Manfred Wennemer sagte der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag, es bleibe bei der angestrebten Übernahmequote von 75 Prozent. "Wir werden das Angebot von 15 Euro pro Aktie nicht verändern."

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Hannoversche Autozulieferer Continental < CON.ETR > bleibt im Übernahmepoker um den Hamburger Konkurrenten Phoenix < PHO.ETR > auch kurz vor Ende der Übernahmenfrist am kommenden Montag hart. Vorstandschef Manfred Wennemer sagte der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag, es bleibe bei der angestrebten Übernahmequote von 75 Prozent. "Wir werden das Angebot von 15 Euro pro Aktie nicht verändern."

Ein Scheitern der Offerte sei nicht ausgeschlossen, sollte nicht genügend Phoenix-Aktionäre zustimmen, sagte Wennemer. "Wir brauchen 75 Prozent, damit wir die gemeinsamen Synergien unserer ContiTech und von Phoenix vernünftig und schnell heben können. Wenn uns das nicht gelingt, dann platzt das Geschäft." Bis 19 Uhr an diesem Freitag hatten den Angaben zufolge 58,75 Prozent der Phoenix-Aktionäre dem Angebot, das am kommenden Montag (28. Juni) ausläuft, zugestimmt.

Wennemer appellierte an die Phoenix-Aktionäre, die verbleibende Zeit zu nutzen und das Angebot anzunehmen. "Und eins ist ganz klar. Wenn irgendwelche Spekulanten meinen, sie kriegen von uns noch einen halben Euro mehr für ihr Papier, dann müssen sie wissen: den kriegen sie von uns nicht. 15 Euro sind aus unserer Sicht der einzig faire Preis."

Die Conti hatte den Phoenix-Aktionären Ende März ein Übernahmeangebot über insgesamt rund 230 Millionen Euro beziehungsweise 15 Euro je Aktie vorgelegt. Inklusive der Schulden von Phoenix von 319 Millionen Euro würde der Autozulieferer die Conti rund 546 Millionen Euro kosten.

Der Phoenix-Vorstand hatte in einer Stellungnahme "die industrielle Logik" der Übernahme anerkannt, den Aktionären aber keine Empfehlung gegeben. Continental hofft durch die Verschmelzung der Phoenix AG mit der eigenen Sparte ContiTech auf Synergieeffekte in Höhe von jährlich rund 30 Millionen Euro und hat nach der Übernahme einen Börsengang der dann deutlich größeren ContiTech nicht ausgeschlossen.

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