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Roundup Cordes: Keine Strategieanpassung bei Mercedes Car Group nötig

Der designierte Mercedes-Benz-Chef Eckhard Cordes hält eine Modifizierung der Strategie bei der wichtigsten Daimlerchrysler-Sparte für nicht notwendig. "Bestimmte Instrumente, um die Profitabilität zu erhöhen, könnten, wenn es nötig ist, übertragen werden. Dass es notwendig ist, Strategieanpassungen bei der Mercedes Car Group vorzunehmen, glaube ich aber eher nicht", sagte Cordes in einem Interview der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe).

dpa-afx BERLIN. Der designierte Mercedes-Benz-Chef Eckhard Cordes hält eine Modifizierung der Strategie bei der wichtigsten Daimlerchrysler-Sparte für nicht notwendig. "Bestimmte Instrumente, um die Profitabilität zu erhöhen, könnten, wenn es nötig ist, übertragen werden. Dass es notwendig ist, Strategieanpassungen bei der Mercedes Car Group vorzunehmen, glaube ich aber eher nicht", sagte Cordes in einem Interview der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe).

Für die Nutzfahrzeugsparte, der Cordes vier Jahre vorstand, rechnet der Manager in diesem Jahr mit einer deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses (Vj: 855 Mio Euro). Der Absatz werde 2004 inklusive der seit April konsolidierten Sparte Mitsubishi Fuso auf rund 680 000 Fahrzeuge steigen.

Zuversichtlich FÜR Busbereich

Auch für den inzwischen wieder profitablen Busbereich zeigte sich Cordes zuversichtlich: "Wir haben jetzt in 2004 eine Situation erreicht, die mich zum ersten Mal zufrieden stellt." Wenn der Bereich das Niveau von 2004 halten könne, "wird das Busgeschäft ein geschätztes Mitglied der Daimlerchrysler-Konzernfamilie sein."

Die zahlreichen Rückrufaktionen bei Fuso hätten dem Image der japanischen Lkw-Tochter nicht geschadet, betonte Cordes. "Die Marke ist nicht erschüttert, die guten Kundenbeziehungen sind stabil", sagte er dem "Handelsblatt". Sobald Daimlerchrysler die Schäden quantifizieren könne, werde der Konzern diese mit dem Fuso-Vorbesitzer Mitsubishi Motors "besprechen" und sich "zu einigen versuchen". "Wir sind alle an einer gütlichen Einigung interessiert."

Im kommenden Jahr werde das Lkw-Jointventure in China starten. "In China wollen wir mit unserem Partner Beiqi Foton ab Ende 2005 zum Vollanbieter von Nutzfahrzeugen vom Spitzensegment bis zu günstigen Nutzfahrzeugen für jeden Markt werden", sagte Cordes der "Welt". Nicht ausgeschlossen sei auch ein Export aus China. "Im unteren Preisbereich ist das denkbar, sogar über Asien hinaus - beispielsweise nach Russland. Aber soweit ist es noch nicht" sagte er im "Hendelsblatt"-Gespräch.

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