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Roundup Deka: Liquidität des Deka-Immobilienfonds 'dauerhaft sichergestellt'

Die Liquidität des Deka-Immobilienfonds ist nach Aussage der Dekabank "dauerhaft sichergestellt".

dpa-afx FRANKFURT. Die Liquidität des Deka-Immobilienfonds ist nach Aussage der Dekabank "dauerhaft sichergestellt". Die Bank könne "unbegrenzt Anteilsscheine des Fonds in den eigenen Bestand übernehmen", sagte der Verwaltungsratsvorsitzende der Dekabank und Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Dietrich H. Hoppenstedt, am Mittwochabend in Frankfurt. Die Dekabank sei stark genug, um diese Anteilsübernahme "jederzeit durchführen und verkraften zu können".

Gleichzeitig betonte er, dass die Eigner "uneingeschränkt" hinter den Deka Immobilienfonds stehen. Den zum Fonds gehörenden Wolkenkratzer "Skyper" werde die Bank in der Frankfurter Innenstadt teilweise selbst anmieten. "Weder eine Schließung noch eine zeitweilige Aussetzung der Anteilsrücknahme kommen für uns in Betracht", sagte Hoppenstedt. "Die Dekafonds sind sicher: Darauf kann der Sparkassenkunde vertrauen." Wirtschaftsprüfer hätten zudem bestätigt, dass die Steuerung des Fonds ordnungsgemäß durchgeführt worden sei.

Zunächst Keine Personellen Konsequenzen

Hoppenstedt räumte allerdings auch Fehler ein. Nicht nur die angespannte Lage auf den Immobilienmärkten hätte in den vergangenen Monaten und Wochen Anleger dazu bewogen, Fondsanteile zu verkaufen, sondern auch unvorsichtige Äußerungen aus der Deka-Bank selbst. Bis zum Ende des Geschäftsjahres des Fonds am 30. September seien insgesamt 1,6 Mrd. Euro aus dem offenen Immobilienfonds abgezogen worden.

Dennoch wird die Dekabank wegen des Skandals um ihren Deka-Immobilienfonds zunächst keine personellen Konsequenzen ziehen. "Wir wollen personelle Themen nicht diskutieren", sagte Fritz Oelrich, Mitglied des Vorstands der Dekabank nach der Verwaltungsratssitzung. In die Schlagzeilen war die Dekabank bereits gekommen, weil die Staatsanwaltschaft gegen einen früheren Manager ihrer Immobilientochter ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, in die Korruptionsaffäre im Frankfurter Immobilienmarkt verstrickt zu sein.

Beschluss Einstimmig Getroffen

Die Deka-Bank ist die Fondsgesellschaft der Sparkassen und gehört ihnen gemeinsam mit den Landesbanken. Der Beschluss des Verwaltungsrats vom Mittwoch ist nach Angaben des Vorstandes einstimmig gefällt worden. Mit einem voraussichtlichen Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von 500 Mill. Euro 2004 sei das Zentralinstitut stark genug, um den Fonds zu stützen. Außerdem hilft der Dekabank, dass die übernommenen Investmentanteile nicht - wie zunächst angenommen - als Kredite angerechnet werden.

Die Eigner mussten daher nicht selbst bei der Stützung aushelfen. Dekabank-Chef Axel Weber betonte, dass der Preiszyklus bei Immobilien inzwischen seinen Boden erreicht habe. Um die Rendite des Fonds zu verbessern, sollen außerdem Objekte verkauft werden, wo dies sinnvoll erscheint.

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