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Roundup Dekabank: 'Deka-Immobilienfonds wird auf keinen Fall geschlossen'

Die Dekabank wird ihren kriselnden Immobilienfonds "auf keinen Fall schließen". Das sagte eine Sprecherin der Dekabank am Dienstag der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX. Bei der Verwaltungsratssitzung am morgigen Mittwoch (13. Oktober) werde über die Zukunft des Deka-Immobilienfonds entschieden.

dpa-afx FRANKFURT. Die Dekabank wird ihren kriselnden Immobilienfonds "auf keinen Fall schließen". Das sagte eine Sprecherin der Dekabank am Dienstag der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX. Bei der Verwaltungsratssitzung am morgigen Mittwoch (13. Oktober) werde über die Zukunft des Deka-Immobilienfonds entschieden. "Eine Option ist es, die Anteile in den Eigenbestand zu übernehmen", sagte die Sprecherin.

Weitere Aussagen werde die Dekabank vor der Sitzung nicht machen. "Wir kommentieren nicht die Zahlen, die in der Presse zu lesen sind", sagte die Sprecherin. Vor allem zu den Mittelrückflüssen könnten keine Angaben gemacht werden, da zuerst der Branchenverband BVI (Bundesverband Investment und Asset Management) informiert werden müsse. Wie die "Financial Times Deutschland" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise schreibt, ziehen die Anleger täglich 25 Mill. bis 27 Mill. Euro ab.

Auf die Frage, ob die Dekabank weitere Verkäufe plant, wollte die Sprecherin ebenfalls noch nicht antworten. Am Vortag hatte die Deka-Immobilien den Verkauf einer Einkaufspassage im schottischen Glasgow im Rahmen eines Bieterverfahrens angekündigt. Der Verkauf stehe jedoch nicht wie in einem Zeitungsbericht dargestellt im Zusammenhang mit den Liquiditätsengpässen der Deka-Immobilien, wie die Sprecherin versicherte.

Kreise: Deka Plant Milliarden- Sanierungsprogramm

Branchenkreisen zufolge plant die Dekabank ein Mrd.- Sanierungsprogramm für ihren kriselnden Immobilienfonds. Für jeweils maximal eine Milliarde Euro sollen die Landesbanken sowie die Beteiligungsgesellschaft des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Dsgv Anteilscheine des Immobilienfonds übernehmen, die enttäuschte Sparkassenkunden zurückgeben, verlautete am Sonntag aus Branchenkreisen, die damit entsprechende Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" bestätigten. Ein Sprecher der Dekabank kommentierte den Bericht nicht.

Der Plan solle den Verwaltungsratsmitgliedern bei dem Treffen am Mittwoch vorgeschlagen werden, hieß es weiter. Auch die Dekabank selbst wolle zusammen mit ihren Fondsanteilen in Höhe von 200 Mill. Euro, die sie bereits in ihren Büchern habe, insgesamt Anteile in Höhe von einer Milliarde Euro aufnehmen. So solle die Liquidität in dem Fonds erhalten bleiben. Die Aufsichtsbehörde BaFin habe bereits einer Überschreitung der Großkreditgrenze bei der Dekabank um 500 Mill. Euro zugestimmt. Die Grenze liegt bei der Bank bei 825 Mill. Euro.

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