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Roundup Dihk: Deutsche Exportdynamik lässt 2005 nach

Der Export Deutschlands schwächt sich nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (Dihk) im kommenden Jahr ab. Damit könnte die deutsche Konjunktur insgesamt einen Dämpfer bekommen, da die derzeitige leichte Belebung vor allen Dingen durch den Export getragen wird. Ursache für die Entwicklung sei der schwächer werdende weltweite wirtschaftliche Aufschwung. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten aktuellen Umfrage des Dihk bei 117 Auslandshandelskammern in 79 Partnerländern.

dpa-afx BERLIN. Der Export Deutschlands schwächt sich nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (Dihk) im kommenden Jahr ab. Damit könnte die deutsche Konjunktur insgesamt einen Dämpfer bekommen, da die derzeitige leichte Belebung vor allen Dingen durch den Export getragen wird. Ursache für die Entwicklung sei der schwächer werdende weltweite wirtschaftliche Aufschwung. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten aktuellen Umfrage des Dihk bei 117 Auslandshandelskammern in 79 Partnerländern.

Der Wirtschaftsverband rechnet danach 2005 mit einer Zuwachsrate der Exporte von sechs Prozent. Im laufenden Jahr erwartet er einen Anstieg von neun Prozent. Dabei bleibe Europa "der wichtigste Handelsraum" für die deutsche Wirtschaft. Die Wachstumsmotoren des Exports lägen allerdings im Osten. "Bis hin zu China gilt: Je weiter östlich die Handelspartner lokalisiert sind, desto höher werden die Zuwachsraten der deutschen Ausfuhren sein." Im laufenden Jahr würden erstmals doppelt so viel deutsche Waren nach China (inklusive Hongkong) geliefert wie nach Japan.

Deutscher Aussenhandelsüberschuss Strebt AUF Neue Rekordmarke ZU

Der Außenhandelsüberschuss Deutschlands strebe auf eine neue Rekordmarke zu: Nach 130 Mrd. Euro im Jahr 2003 sowie erwarteten 154 Mrd. Euro im laufenden Jahr werde der Überschuss 2005 bei 160 Mrd. liegen. Besondere Dynamik entfalten der Umfrage zufolge erneut die EU-Beitrittsländer. Die Außenhandelskammer erwarten bei einem dortigen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes einen Exportzuwachs von knapp 8,5 Prozent. Die Exporte in die anderen EU- Mitgliedstaaten würden sich hingegen mit gut vier Prozent nur unterdurchschnittlich entwickeln.

Das weltwirtschaftliche Umfeld verliert der Umfrage zufolge für die deutsche Ausfuhr "an Strahlkraft". Nach 3,5 Prozent Wachstum in 2004 werden im kommenden Jahr nur noch drei Prozent erwartet. Die Hauptgründe dafür seien Engpässe auf den Ölmärkten sowie geld- und fiskalpolitische Maßnahmen, die sich insbesondere in den USA und in China abzeichnen oder bereits eingeleitet worden seien. Das Rekorddefizit im US-Haushalt lasse ein Ende des expansiven fiskalischen Kurses nach den Präsidentschaftswahlen - unabhängig von deren Ausgang - erwarten, steigende Rohstoffpreise und eine teilweise heiß laufende Konjunktur führten zu einer restriktiveren Geldpolitik.

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